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Ueber die Natur und den Zusammenhang der vulkanischen Bildungen / von H. Abich
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Anhang.

Vcrmuthung, dass die Vesuvlaven wohl Labrador oder llyakolilh (Nro. 8, Tal). I.)enthalten mögten, gleichfalls als unhaltbar beweisen muss. Eine genaue Be-rechnung, welche von der Voraussetzung ausgeht, dass bei dem Lcuzit einähnliches Verlüiltniss slattfmdet, Avie bei dem Feldspalh, und dem glasigenoder Natron-Feldspath correspondirende Leuzite mit Natron existiren können *),weist dagegen mit grofser Schärfe, für die Lava als Ganzes betrachtet, eineZusammensetzung nach, welche sehr wohl mit der mineralogischen Untersuchungdes Gesteins übereinstimmt; dieser Berechnung gemäfs erscheint die Lava desJahres 1831 in 100 Theilen aus folgenden 4 Elementen zusammengesetzt.

1) 60,19 Proc. glasiger Lcuzit, 2) 20,44 Kalk-Augit, 3) 10,42 Olivin,4) 8,93 Magneteisen.

Dass das Bisilicat der Nro. 1, der Leuzit wir klich in den VesuvischcnLaven vorhanden ist, davon habe ich mich durch eine dirccte Untersuchung jenesKörpers überzeugt, der in der Regel nur als ein Aggregat kryslallinischer Körneriu der Lava erscheint, welche ohne hinreichend scharfe Form oft zur mikros-copischen Kleinheit herabsinken, bisweilen aber in gröfseren Parliecn in dermatten grünlich grauen Grundmasse zerstreut in grofser Menge zu finden sind-

Das specifische Gewicht dieser glasartigen Theile fand ich 2,519 und dieZusammensetzung wie folgt.

Procent.

Sauerstoff.

Kieselerde =

55,81

- 28,98

Thonerde ~

24,23

= 11,31

Kali —

10,40

-- 1,76 j

Natron =

8,83

= 1,97 j

Summa

99,27

Die hiernach zu entwerfende Formel (Ka, Na) 3 Si + 3 AI Si s entsprichtvollkommen der Voraussetzung, welche der Berechnung der Lava zu Grunde »

gelegt wurde, und beweist zugleich das Vorhandensein von glasigen Leuzitin der Natur.

Sehr bemerkenswert!! ist es nun, dass die in den Sommagesteincn enthal-tenen Leuzite**) sowie jene riesenmäfsigen Krystalle, welche in den Leuzito-phyrschichten des Erhebungskraters von Roccamonfina gefunden werden, sichdurch einen bei weitem gröfseren Kaligehalt bei übrigens gleichbleibender For-

*) Poggend. Ann. 15. LI, p. 531.

**) Dufrenoj. a. a. O. pag. 375.