Band 
Fünfter Theil.
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Durch einen Vergleich und den General Ney, damalsGesandter, mit seinen Ansprüchen abgewiesen <"), verhieltsich der ehemalige Fürftabt von St. Gallen , PankrazFörster, sechszehn Monate lang äußerlich ruhig; dann abererwachte seine Thätigkeit von Neuem, angefacht durch eineVerbindung von gewesenen Mönchen und einigen Mitglie-dern des Großen Rathes, Häuptern einer ehemals von demFürsten abhängigen Landschaft. Sie baten den Papst umdie Wiedereinsetzung des Abtes. Dieser erließ ein Kreis-schreiben , in welchem er die Vermittlungsakte und Beschlüsseder Tagsatzung zu Gunsten ver Wiederherstellung des Stiftesin Anspruch nahm, welche auch der Nuntius auf das kräf-tigste zu betreiben sich bemühte. Seine Beschwerden giengenvorzüglich gegen den Kleinen Rath, welcher keinen noch sotadelnswerthen Weg einzuschlagen gescheut habe, um denUmsturz dieses um die Aufnahme der Religion, das Wohlder Menschheit und die Beförderung der Wissenschaften soverdienten Denediktinerklosters zu erzielen. Zum erstenMale fand hier der Abt für gut, die Dermittlungsakte und dieSouveränetät des Kantons St. Gallen anzuerkennen. DieGährung im katholischen Volke war groß. Die Hauptstifterunter den Mönchen wurden verhaftet, worauf sie die Re-gierung der Verfassungsverletzung beschuldigten, weil sie dieSanktion des mit den Conventualen abgeschlossenen Ver-gleiches"") in Rom betrieben habe. Ein Beamter um denandern schlug den Ruf in die Untersuchungskommission aus.Die Untersuchung enthüllte ein ganzes Gewebe gefährlicherUmtriebe. Der Vermittler, an den am Ende dieses Streit-geschäft gelangte, sprach sich ungünstig für die Wiederher-stellung eines Stiftes aus, dessen Vertreter sich in der letztenZeit stets der französischen Sache entgegen gezeigt und ihre

64) Oben S. 28 u. 29. - 65) Oben S. 29.