Band 
Fünfter Theil.
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erschallen und von allen Seiten mit Arbeit vereinte Heiterkeituns entgegentritt, so kann man dieses Schauspiel des Glückesin der Einfachheit nicht ohne einen wehmüthigen Blick aufsich selbst betrachten. Nirgends aber bemächtigte sich diesesGefühl lebhafter des Gemüthes, als in dem Thale , das sichzwei Stunden lang zwischen dem Lowerzer- und dem Zuger-See, in der Breite von einer Stunde von den steilenAbhängen des Rigi bis zu denen des Roßberg hinzieht.Das Dorf Lowerz, am Ufer seines See's, die von Busingenund Goldau nebst der kleinen Ortschaft Rothen zeugten vondem Wohlstände, in welchen Fleiß, Häuslichkeit und Sitt-lichkeit die Einwohner versetzt hatten. An der nördlichenSeite des Thales bot die untere Wand des Roßberges,dessen Weiden mit Wäldern eingefaßt waren, dem Augeeine große Anzahl zerstreuter Wohnungen dar. Zn derheißen Sommerszeit weideten die Heerden bis auf denhöchsten Gipfel desselben. Beim Anblick dieses entzückendenGanzen sagte sich der Wanderer: „Hier, wenn irgendwoauf Erden, wohnt das dauerhafte Glück." Doch, selbstdiese Felsen sind nicht dauerhaft, obgleich so alt als derErdball.

Längst^) hatte man höher oben eine Höhle mit einersehr engen Oeffnung entdeckt, die sich aber plötzlich in einFelsengewölbe mit einem kleinen See erweiterte, dessenganzen Umfang man wegen Dunkelheit auch beim Fackel-lichte nicht übersehen konnte und dessen Tiefe man umsonstzu finden versucht hatte. Noch weiter bergan zeigten sichverschiedene Löcher, durch welche die Hirtenknaben gerne

73) Amtliche Relation des am 2. Sept. vorgefallenen furchtbare» Er-eignisses. Karl Zay , Goldau und seine Gegend; V. I. H. Meyer,der Bergfall bei Goldau. Zürich , 1808; Lbel, INsuuel äu Vo-5 »Aeur sn Suisse, Art. Arth ; v. Tillier, I, 250—253; kk.lkriüel, Lonservsleur Suisss VII, 208—211.