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Steine hineinwarfen, um das Fortrollen derselben zu hören.Am 2. September 1806 hörten die Bewohner der Senn-hütten, nachdem es zwei Tage stark geregnet hatte, vomfrühen Morgen an abwechselnd ein so außerordentlichesGetöse, daß mehrere es dem Walten böser Geister zuschrie-ben. Um 4 Uhr Nachmittags lösten sich unter heftigemKrachen mehrere große Steine vom Gipfel und rollten bisauf die Hälfte des Berges hinunter. Eine Stunde daraufglitschte eine dicke Erdschichte von der obersten Spitze desBerges mit einem Stücke Wald langsam über den Abhanghinunter. Da schien plötzlich der ganze Berg erschüttert zuwerden. Unter entsetzlichem Donnern und Krachen, unterEntladung von Rauch und Dampf stürzte mit Blitzes-schnelle der vom Felsen sich losreißende Boden mit Wei-den, Wäldern, Wohnungen hinunter. Diese beweglichenSchichten waren etwa 1000 Fuß breit, 100 Fuß dick undbeinahe eine halbe Stunde lang. Zn Zeit von fünf Minu-ten verwandelten sie das schöne Thal in eine Wüste. Dievier Dörfer und eine Menge zerstreuter Wohnungen wurdenbegraben, der westliche Theil des Lowerzersee's verschüttet.Sein 250 Fuß hoch über das Ufer getriebenes Wasser stürzterings um den See alles um, zerstörte die Landstraße undwälzte zertrümmerte Häuser und entwurzelte Bäume mitsich fort. Die mit Stromesgewalt vom Berge herabstür-zenden Stein- und Felsmassen rissen Bäume, Häuser, Heer-den mit sich fort, bedeckten auf immer das Thal in einerHöhe von hundert und zweihundert Fuß bis an den Fußdes gegenüberstehenden Rigi . Während des Sturzes sahman eine Masse von Steinen und Felsstücken mit Blitzes-schnelle durch die Luft fahren und ein Mann, der auf einenBaum gestiegen war, wurde in dieser Stellung weit fort-geschleudert. 74 Menschen retteten ihr Leben durch schnelleFlucht; 14 wurden am Tage nach dem furchtbaren Ereignisse