Band 
Fünfter Theil.
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Friedrichs Stern ward von Wolken verhüllt. Der Siegentschied sich für das Schwert seines Nebenbuhlers: nocheinmal triumphirte er auf den Ebenen von Friedland ineiner der blutigsten Schlachten. Berlin, Potsdam , diemeisten Festungen, Königsberg , die Hauptstadt des altenPreußens, fielen in die Hände des Siegers, dessen Waffenin raschem Fortschritt Preußen und Polen unterwarfen.Der Großneffe Friedrichs II., so seiner Staaten beraubt,aber Herr seiner selbst, bewahrte im Unglück seinen sitt-lichen Heldenmuth und die Würde eines christlichen Königs.Der am 7. Juli 1807 zu Tilsit abgeschlossene Friede kostetePreußen die Hälfte seiner Besitzungen und zerstörte daseuropäische Gleichgewicht. Oestreich, das diesen Ereignissenunentschlossen zugesehen hatte, verlor seine Kraft in selbst-süchtiger Vereinzelung; Pitt war zu Anfang 1806 gestor-ben; sein Frankreich mehr befreundeter Gegner Fox warihm in dem nämlichen Zahre in der Gewalt wie in dasGrab nachgefolgt'). Die großen Staaten des Festlandeswaren entweder gelähmt oder zurückgehalten, die kleinenunterworfen. Karl der Große erstand in Napoleon wie-der auf.

Hatte auch die Abtretung Neuenburgs die offiziellenBeziehungen der Schweiz zu dem Hause Brandenburg ge-schwächt, so doch nicht die Bande der Dankbarkeit sowie derTheilnahme gegen eine stets wohlwollende Dynastie, derenMißgeschick für ganz Europa ein großes Unglück war.Dennoch gebot jene Nothwendigkeit, der sich eine Regierungmeistens unterwirft, weil sie ihr Volk retten will, währendder Einzelne ihr trotzt, weil er zu sterben weiß, den schwei-zerischen Behörden, dem Vermittler ihre Huldigung gleichnach seinen ersten Erfolgen nicht vorzuenthalten; allein

1) PUt gestorben den 3. Januar, For den 13. Sept.