Band 
Fünfter Theil.
Seite
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Schweiz auch entfernt war, brachten sie dennoch einigeVerwirrung in ihre diplomatischen Verhältnisse. Der spa-nische Gesandte in der Eidgenossenschaft theilte dem Land-ammann die erste Nachricht von der Thronentsagung KarlsIV. und der Thronbesteigung Ferdinands VII. nebst den neuenBeglaubigungsschreiben des letztern mit. Er war Vorhabensgewesen, sie selbst zu übergeben; allein mehrere im Moniteurerschienene Artikel flößten dem Landammann Bedenken ein,den Gesandten amtlich zu empfangen. Man suchte also die-sem die Sache zu verstehen zu geben, und so wurden jeneAktenstücke durch ein anderes Mitglied der spanischen Ge-sandtschaft überbracht, während Caamanno eine Unpäß-lichkeit vorschob und dann auch bei der Eröffnung der Tag-satzung nicht erschien; so sehr zitterte man damals bei jederUnwillensäußerung Napoleons !

Noch größer/ Verwickelungen entstanden durch die mili-tärischen Verhältnisse. Seit mehr als einem Jahrhunderthatte Spanien Schweizerregimenter in seinem Dienste,die in den innern und den südlichen katholischen Kantonengeworben wurden. Zm August 1804 schloß dasselbe einenneuen Dienstvertrag für fünf Regimenter, von denen jedesaus 1909 Mann bestand, und in zwei Bataillone, zedes infünf Compagnien, getheilt war. Obgleich sich unter demNamen deutsche Soldaten auch viele Ausländer in diesenRegimentern befanden, so waren sie dennoch nach der Thron-besteigung Zoseph Bonapartes unvollständig. Bei Anlaßder üblichen Beglückwünschung des neuen Königs empfahlihm die Tagsatzung die Schweizertruppen und gab ihm dieVersicherung, daß sie seiner Dynastie mit Muth und Treuedienen würden *). Allein die Ereignisse machten sowohl

4) Diplom. Briefwechsel angeführt durch v. Tillier, I, 293.

5) Protokoll vom 27. Juni 1808.