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gegen den Willen Napoleons der Schweiz Unruhe. DieTyroler Alpen werden von einer kräftigen, heldenmüthigen,ihrem freien Leben wie dem Hause Oestreich, das ihr dieFülle der Freiheit laßt, mit gleich inniger Anhänglichkeitergebenen Bevölkerung bewohnt. Die Siege der französi-schen Waffen in Bayern vermochten nicht, den muthigenCharakter dieser Bergbewohner im Zaum zu halten. VonThal zu Thal, von Hügel zu Hügel organisirte sich derAufstand auf den Ruf ihrer Anführer, Martin Deiner,Joseph Speckbacher und besonders Andreas Hofer , einfachenLandleuten wie sie. Der Letztgenannte, ein Mann von kräf-tigem Körperbau, aber beschränkten Geistesanlagen, guterSchütze, aber ohne Kriegskunst, dabei frommer Katholik«,leitete und belebte bisweilen den Aufstand auf Anregungvon Leuten, denen er als Werkzeug diente. Er verthei-digte stets die Rechte der Menschlichkeit gegen die Ausschwei-fungen seiner Schaaren. Verrätherisch in die Hände derFranzosen geliefert, fiel er, als ein verehrtes Opfer seinerBegeisterung für die Freiheit seines Vaterlandes, unterihren Kugeln?°). Nach errungenen, dann Verlornen, dannabermals errungenen Erfolgen erhoben sich die Tyroler inMasse, bis wir sie später nebst Vorarlberg in eine Capi-tulation willigen sehen, hinter welche sich der Widerstandder Gemüther und des zurückgehaltenen, aber unbezwun-genen Aufstandes verbargt).
Der östreichische Krieg nöthigte die Schweiz , ihre Gren-zen zu bewachen; der so nahe Aufstand zwang sie, vonSchaffhausen bis zum südlichen Tessin Truppen an denselbenzu lassen ^). Sowohl der Landammann als der Oberfeld-