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Herr hielten Tyrol für den Hauptgegenstand der Aufmerk-samkeit, weswegen besonders Graubünden stark besetzt ward,um so mehr, als man auf diesem Punkte einen Durchbruchder Obstreicher besorgte, um das französische Heer in Italien in dem Rücken zu nehmen. Bald aber ward das Haupt-quartier nach St. Gallen verlegt, wo die Anbänger desvertriebenen Abtes sich wieder thätiger zeigten, so daß manbefürchtete, der Wind der Empörung möchte einige Funkenaus der Nachbarschaft dahin tragen. Auf die Beschwerdendes französischen Gesandten in Wien bewachte man mitdoppelter Strenge die Grenzen, um das Eindringen ent-wichener östreichischer Kriegsgefangener zu verhindern unddie Unterstützung zu verhüten, die einzelne benachbarteschweizerische Völkerschaften den Insurgenten gerne gebrachthatten. Die tessinische Regierung äußerte über diesen PunktBesorgnis und begehrte Truppenverstärkung, um die Ein-wohner von Poschiavo , Brusio und andern Gegenden inSchranken zu halten. Eine vorzügliche Stütze für alle Un-zufriedenen war die hohe katholische Geistlichkeit und be-sonders der Bischof von Chur aus dem ehemals angesehenenHause von Buol-Schauenstein . In der Nähe des bischöf-lichen Hofes versteckte ein vormaliges Kloster hinter derErziehung der Jugend kriegerische Complotte und barg inseinen Kellern Pulverfässer. Ein Theil deS Pulvers wardurch die eidgenössischen Commandanten aufgefangen worden,als es über die Grenze spedirt werden sollte, und das Klo-ster, aus dem einzelne Mönche als Aufwiegler die Gegendzu bereisen gewohnt waren, wurde unter militärische Be-wachung gesetzt.
Gegen Ende Septembers wurden die Beschwerden derfranzösischen Behörden immer dringender. Der Gesandteklagte mit Namen drei Beförderer des Aufruhrs an, dieGemüther in Bünden, in Veltlin, in Tessin und besonders