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Bei allen Bewegungen auf bayerischem Boden Sieger,bemächtigte sich Napoleon zum zweitenmale derKaiserstadt und warf den Feind hinter die Donau zurück.Seine Armee setzte über den Strom. Oestreich raffte alleseine Kräfte zusammen und lieferte ihm die lange und blutigeSchlacht bei Aspern und Eßlingen, die Napoleon unterseine Siege zählte, obgleich er sich mit unendlichem Ver-luste hinter den Strom zurückziehen mußte. Glücklicherwar er in der Schlacht bei Wagram , wo er nach errun-genem Siege bis Znaym in Mähren vorrückte. Allein diegroßen Verluste seines eigenen Heeres, die noch immerAchtung gebietende Stellung des östreichischen, unglück-liche Waffenthaten in Spanien und mehrere andere Um-stände vermochten ihn, dort einen Waffenstillstand, und durcheinige bedenkliche Zwischenverhältnisse veranlaßt, mit Oest-reich einen Frieden abzuschließen, in Folge dessen letzteresneben den übrigen europäischen Mächten zu einem Staatevom zweiten Range herabsank, indem es durch denselben2000 Quadratmeilen und Vierthalb Millionen Bevölkerungeinbüßte. Allein noch ließ der Sieger eine Monarchie auf-recht, die er beim Beginn des Feldzuges zu zermalmen sichvorgenommen hatte. Bereits dachte er an die Plane, durcheine Verbindung, die seine persönliche Größe mit dem Glanzeines alten Fürstenhauses umgeben sollte, die errungeneHerrschaft zu befestigen.
Der Friede von Wien (14. Oktober 1809) war nichtohne Einfluß auf das Schicksal der Schweiz , obschon nichtsfür sie in dem Friedensvertrage festgesetzt wurde. Napoleon nahm in demselben zum erstenmal förmlich den Titel eines»Vermittlers des Schweizer-Bundes'' an, der eine neueBürgschaft für das Bestehen dieser Republik zu sein schien
2S) Von Tillier, 1, 381.