Band 
Fünfter Theil.
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Die Beendigung des verzweiflungsvollen Krieges, den dieBergbewohner Tyrols unterhalten hatten, setzte den Be-sorgnissen, die diese gefährliche Nachbarschaft verursachthatte, ein Ziel. Der Friede beschwichtigte auch einige un-bedeutende Umtriebe, die besonders durch zum Theil demKaiser der Franzosen feindliche katholische Priester veran-laßt worden waren 2 °); und so konnten die eidgenössischenStände den Gang ihrer innern Verbesserungen wieder fort-setzen. Die letzten im Engadin zur Bewachung der Ruheaufgestellten Truppen kehrten jedoch erst im December indie Heimath zurück. Die Kosten des im Interesse der Neu-tralität unternommenen Feldzuges beließen sich auf mehrals anderthalb Millionen Schweizerfranken ^); dagegenhatte das Bundesheer während der Dauer desselben durchUebung in der Mannszucht, in den Waffen und im Feld-dienste, gewonnen^), auch wirkte die gewonnene Erfahrungsehr wohlthätig auf die Berathung des Militärreglements;sie zerstörte Vorurtheile und setzte in den Stand, verschie-dene Mängel zu entdecken; ihr war es zu verdanken, daßdasselbe von einer großen Mehrheit angenommen wurde ^).„Erst unter der Mediation hat man angefangen, sich eid-genössisch zu organisiren. In dem Reglement von 180Swird die Truppe schon zweigliedrig gebildet und seitherwurde nur wenig daran geändert'^").

Die französische Truppenbewegung endigte für die Schweiz wie sie angefangen hatte, mit einer Gebietsverletzung. Eine

26) Siehe von Tillier, I. 355—357.

27) 1.529,700 Franken.

28) Bericht des Generals an die Tagsatzung den 14. Juni 1810.

29) Reglement für die Infanterie. Protokoll vom 30. Juni 1809 ;Abschied, §. 3; Mutach, III, 46.

30) Brief des Obersten (seither General) G. H. Dufour an den Ver-fasser, 5. September 1843.