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durch die Entwaffnung des Tyrols versäumte Division, welcheauf dem kürzesten Wege sich mit der Armee in Hüningen vereinigen wollte, erschien unerwartet vor Schaffhausen .Der sie befehligende General erwiederte auf die ihm gemach-ten Vorstellungen der Behörden, daß er sich genöthigt ge-sehen, den kürzesten Weg einzuschlagen, und daß nach her-gestelltem Frieden von keiner Neutralität weiter die Redesei. Die Division marschirte durch die Kantone Schaffhau-sen, Aargau und Basel und vergalt die bereitwilligste Gast-freundschaft durch soldatische Ausschweifungen. Man be-schwerte sich bei dem Gesandten und in Paris selbst. Alleindie einzige Genugthuung, die man erhielt, war eine Phrasedes Kaisers in der von ihm (3. December) an den gesetz-gebenden Körper gerichteten Eröffnungsrede: „Durch An-nahme des Titels eines Vermittlers der Schweiz wollte ichder schweizerischen Nation einen neuen Beweis meiner Ach-tung geben und allen Besorgnissen ein Ziel setzen, welcheman unter diesem wackern Volke zu verbreiten sucht/'Mittlerweile verfolgte Napoleon die Absichten seineswachsenden Ehrgeizes. Er ließ den auf seinen Befehl ge-fangen genommenen heiligen Vater nach Savoyen bringenund vereinigte Rom und den Kirchenstaat mit dem franzö-sischen Reiche. Es schien, als wollte die weltliche MachtVergeltung üben. Die Verhältnisse der Schweiz mit demheiligen Stuhl veränderten sich dadurch wenig; durch dieRevolution waren sie von denen, die zur Zeit der Nuntia-tur Passioneis bestanden, sehr verschieden geworden ^').
31) Band XI, 18 ff. In einem Bericht an den Landammann übereine Sendung, von der wir sogleich reden werden, erzählt d'Affrhfolgendes: „Der Kaiser wünschte sodann zu wissen, welches unsereStellung dem römischen Hofe gegenüber sei; ich antwortete ihm,diese Stellung hätte sich bis jetzt in nichts geändert, der heiligeVater hätte zwar einen Botschafter in der Schweiz , allein ich könnte