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den Staatsmänner. Die Vermittlungsakte erklärte er fürdas Palladium, von dem man sich nicht entfernen dürfe;wohl könne man mit der Zeit etwas verändern, doch müsseman vorsichtig zu Werke gehen. Den in seinem Dienstestehenden Schweizerregimentern schien er eine politische Be-deutung beizumessen. Bald aber lenkte er das Gespräch aufdie Religionsverhältnisse und stellte die Frage, ob aus derVerschiedenheit des Glaubens in der Schweiz nicht nochernstliche Unruhen entstehen könnten, was d'Affry in Abredestellte und von den Fortschritten der Toleranz auch in dengemischten Kantonen sprach. Die Abhängigkeit einzelnerTheile des schweizerischen Gebietes von fremden Bischöfenhielt Napoleon für nachtheilig. — D'Affry, der vom Land-ammann noch mit einigen andern schwierigen Aufträgengeheime Weisung erhalten hatte, behandelte dieselben miteiner Vorsicht, an der die seinem hohen Alter eigene Furch-samkeit nicht weniger Antheil hatte als sein diplomatischerTakt. Talleyrand pries ihm die Heirath des Kaisers alsein politisches Meisterstück, womit derselbe der Umwälzungsowohl, als der Gegenumwalzung in allen Ländern einZiel stecke.
Gewisse Gerüchte ließen die Schweiz besorgen, ein Feder-zug möchte sie auf der Liste der Nationen ausftreichen, oderwenigstens ihre Verfassung ändern und auch ihre nur demNamen nach bestehende Selbstständigkeit noch beschränken.Die Zeitungen, die gerne die Furcht zu erregen suchen,unterhielten auf unvorsichtige Weise das Publikum von sol-chen Projekten, die um ausführbar zu sein, zuerst für möglichgehalten werden müssen. Der Landammann stellte den Stan-deshäuptern vor, wie gefährlich es werden dürfte, solchesMißtrauen in das Wohlwollen des Kaisers zu setzen ^). Und
32) Kreisschreiben vom 24. August 1810.