Band 
Fünfter Theil.
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Der Militärcapitulation vom 27. September 1803zufolge machte er sich anheischig, vier Schweizerregimenter,jedes von 4000 Mann, in seinen Sold zu nehmen '). Diehelvetischen Bataillone der Einheitsregierung bildeten denersten Kern derselben. Allein die durch den Vertrag festge-setzte, für Napoleon , der tapfere Soldaten bedurfte, vor-theilhafte Zahl war zu stark im Verhältniß zu der Bevölke-rung der Schweiz und so war es dieser nur durch anhaltendeOpfer möglich, die Regimenter vollzählig zu erhalten. Alsdie ersten Werbungen den Schaum der Bevölkerung, derin Folge der Umwälzungsbewegungen auf die Oberfläche derGesellschaft gestiegen war, einmal abgehoben hatten, fehltees an Rekruten. Unter dem Volke war dieser Kriegsdienstwenig beliebt, da es sah, daß so viele aus Frankreich zurück-gekehrte ehemalige Krieger, die auf Ruhegehalte Anspruchhatten, in einer hülflosen Lage schmachteten und daß dieSchweiz die Bezahlung derselben nicht erhalten konnte^).Die Werbeverordnungen einzelner Kantone lieferten keinebefriedigenden Resultate und ermangelten der Einheit. Derfranzösische Botschafter drang daher in zwei aufeinanderfolgenden Noten an die Tagsatzung von 1806 auf die Noth-wendigkeit einförmiger Grundsätze und eines allgemeinenReglements; er beschwerte sich über den langsamen Gangder Tagsatzung. 3n einer dritten Note begehrte er für daserste Regiment eine Ergänzung von 2000 Mann und zeigte an,daß man das zweite erst nach ihrer Ankunft errichten werdeDie unaufhörlichen Kriege verschlangen die Soldatenund der Beschluß der Tagsatzung vermochte keine zum fran-

1) Bericht an die Tagsatzung den 6. Zirli 1810; Abschied. §. 12.

2) Zwei Schreiben des LandammannS Merian an den Kaiser Napoleon ,vom 3. April 1806 ; Denkschrift a» denselben wegen der Militär-pensionen, 16. Sept. 1806.

3) Abschied der Tagsatzung von 1806, §. 19.