159
ein bedeutender Verlust entstehen mußtet). Die in Folgedes Continentalsystems erzeugte Noth in den gewerbtreiben-den Kantonen nöthigte sogar Familienvater, sich anwerbenzulassen, um leben und ihren Weibern und Kindern dasWerbungsgeld überlassen zu können; allein das Ausreißenverminderte in immer höherm Grade die Zahl der Re-kruten und ergriff je länger je mehr auch die Truppenselbst «).
Die vergeblichen Bemühungen, diese vier beständig demFeuer ausgesetzten Regimenter zu vervollständigen und denUnwillen des gewaltigen Herrschers zu verhüten oder zubeschwichtigen, waren eine der beständigsten und unange-nehmsten Sorgen des ersten Magistraten und der Eidge-nossenschaft. Zeder Landammann, jede Tagsatzung beschworvon Neuem die zurückgebliebenen Stände, den von Alleneingegangenen Verpflichtungen nachzukommen "). Am saum-seligsten waren die demokratischen Alpenkantone, die ehe-mals so eifrig einen vortheilhaften Kriegsdienst und Titelunter den Fahnen der französischen Könige gesucht hatten ").Aber auch die Kantone, in denen mehr Bereitwilligkeit undeine stärkere Verwaltung herrschte, wie Zürich , das oftnoch durch sein gutes Beispiel Vorort war, und Bern ,das zu allen Zeiten von kriegerischem Geiste beseelt war,hatten große Mühe, ihre Contingente vollständig zu erhal-ten Zn Frankreich hielten die Militärbehörden und die
12) Von Tillier, I, 265, 288.
13) Abschied der Tagsatzung von 1868, §. 5, und von 1806, §. 4.
14) Ein stehender Artikel in allen Abschieden.
15) Kreisschreiben des Landammanns von Wattenwyl an die StändeUri, Schwyz, beide Unterwalden, Zug, Graubünden, GlaruS ,Appenzell I. n. A. Rh., 22. Januar 1810.
16) Gerold Meyer von Knonau, der Kanton Zürich , 1, 42. Manualdes Staatsraths von Bern , 1807, Nr. 8, pgs8ina.