Band 
Fünfter Theil.
Seite
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schafter behauptete, diese Zahlen wären „in väterlichemWohlwollen mit der Bevölkerung der Schweiz in Verhält-niß gebracht." Er bemerkte, die Eidgenossen müßten janicht glauben, daß sie den allgemeinen Zuständen von Eu-ropa gänzlich fremd bleiben könnten. „Alle benachbartenStaaten, schrieb er an den Landammann, haben ihr Militärvermehrt, überall werden verhältnismäßig mehr Trup-pen ausgehoben, als auf ihrem Gebiet, und die Dienst-pflicht ist eine allgemeine Schuld geworden. Dennoch hatdie Schweiz mitten unter den Staaten, in denen die Con-scription eingeführt ist, ihre ehemaligen Werbungseinrich-tungen behalten; mitten unter diesen kriegerischen Bewe-gungen hat sie weder ein bewaffnetes Heer, noch Truppenin ihrem Sold, noch Magazine zu errichten. Die wenigenvon ihr gelieferten Regimenter sind von ihrem Vermittlerunterhalten und empfangen von Frankreich alle Arten vonAufmunterungen, Gunst und Belohnungen"^).

Nachdem die Unterhandlungen geschlossen waren, tratauf Seiten Frankreichs für einige Zeit ein Stillstand ein.Da plötzlich am 20. März, nach der Rückkehr eines Eil-boten von Paris , berief der Gesandte die Bevollmächtigtenzu sich, um ihnen den Text des neuen Dienstvertrages, sowie ihn der Kaiser unwiderruflich festgesetzt hatte, mitzu-theilen. Er erklärte ihnen, daß weder Bemerkungen, nochVorstellungen mehr angenommen werden würden, wobei ersogar höhern Befehlen gemäß in sie drang, alsogleich zuunterzeichnen ^). Zn dieser schwierigen Lage begaben sichdie Beauftragten nach Basel , dem damaligen Vorort, undberiethen zwei Tage lang mit dem Landammann PeterBurkhardt. 3m gegenwärtigen Zeitpunkt mit Napoleon

25) Graf Tatteyrand an den Landammann Burkhardt, 2. Januar L8l2.

26) Abschied von l812 , Belege liu. 6-