Band 
Fünfter Theil.
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fertigende Verfügungen getroffen habe. Das Recht bliebauf Seiten der Schweiz ; allein der Vicekönig konnte ihrkeine Abhülfe gewähren.

Der Landammann wandte sich also von Neuem an Na-poleon selbst, der trotz der wiederholten eindringendsten Vor-stellungen fortwährend das Stillschweigen beobachtet hatte.Noch einmal schrieb er an ihn in einer des ersten Magi-straten einer Nation würdigen Sprache: »Die militärischeBesetzung dieses Landes (Tessin ), sagte er zu ihm, ist für alleKantone sowohl eine Ursache des Erstaunens, als des Schmer-zes. Zedoch, Sire! wenden wir uns mit Vertrauen undErgebenheit an Sie; gewiß will Ew. M. den Kanton Tessin nicht von der Familie der Schweizer losreißen und unservon Ihnen selbst ertheilter Bundesvertrag bleibt unter IhremSchutze unverändert; allein das Unglück unserer Brüder,ihre Unruhe, das Stillschweigen Ew. Majestät auf so vieledringende und ehrerbietige Vorstellungen, die daraus folgendepeinliche Ungewißheit für Regierungen und Regierte verdie-nen es, Zhre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch zu nehmen...Wenn das Mißtrauen, welches unsere mittelländische Lageund die Biederkeit unsers Nationalcharakters hätten entkräf-ten sollen, diese strengen Maßregeln verursacht haben, sobietet die Eidgenossenschaft Ew. K. K. M. alle Arten vonGarantie an, die zu gewähren in ihrer Macht steht. Ge-ruhen Sie, Sire! Zhre Absichten zu erkennen zu geben;geruhen Sie, uns zu sagen, was Ew. K. K. M. von derSchweiz erwartet. Möge Ew. M. uns trösten und auf-richten, möge sie auch, indem sie unsere Bitten erhört, ihreTruppen aus unserm Gebiete zurückziehen. Die Schweiz bedarf, um ruhig und glücklich zu sein, eines UnterpfandesZhrer Güte" "). Allein auch dieses Schreiben blieb unbeant-

43) Schreiben rom 13. December 1810.