193
wurde mit vieler Gewandtheit von dem BürgermeisterReinhard von Zürich und dem Seckelmeister Stocker vonSchaffhausen geführt. Zwar versuchte der König von Wür-temberg unter etwas veränderten äußern Umständen, dochvergebens, auf den Vertrag zurückzukommen; derselbe erhieltzwei Jahre später seine gänzliche und unveränderte Voll-ziehung, nur daß der würtembergische Bevollmächtigte indie Ungnade seines Monarchen ffel^). Andere mit dem-selben Staate angeknüpfte Unterhandlungen wegen einesHandelsvertrags, die bald unterbrochen, bald wieder auf-genommen wurden, führten zu keinem Resultat^). — Hin-gegen ward eine Uebereinkunft zu dem nämlichen Zwecke mitdem Großherzogthum Baden durch gegenseitige Zugeständ-nisse zum glücklichen Abschlüsse gebracht^). — Bayern bliebbei den Sperrmaßregeln ").
Bisweilen liehen die bei der Eidgenossenschaft bevoll-mächtigten Minister übelwollenden Einflüsterungen zu leichtGehör, wie man aus einer bittern Beschwerde entnehmenkann, welche der königlich bayerische Gesandte, Ritter vonOlry, dem Landammann über einen Vorfall eingab ^), dersich im März 1810 in Bündten zugetragen hatte. Es solltenämlich von den Lehrern und Schülern des SeminariumsSt. Luzien in Gegenwart des Bischofs von Chur ein Schau-spiel aufgeführt worden sein, in welchem die Szene insZugendalter des Christenthums verlegt und viel von Mär-
74) Hans von Reinhard , 188, 189.
75) Abschied von 1810, 8- 28; von 1811, §. 28; von 1812, 8-25;von 1813 , §. 27.
78) Abschiede von 1810 u. 11, 8- 28, von 1812, 8- 24.
77) Abschiede von 1810 u. 1811, 8> 28.
78) Note des Herrn von Olry an den Landammann von Wattenwyl,11. April 1810.
Bd. XV.
13