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die Tagsatzung zu gewinnen^). Er eröffnete dieselbe mit einerRede, in welcher er die Schweiz Napoleon und seinemSohne zu Füßen legte. Der Gesandte von Waadt aber er-wähnte des Auftrages, den der Große Rath seines Kantonsfür ein- und allemal seiner Gesandtschaft ertheilt, keine Ge-legenheit außer Acht zu lassen, um dem erlauchten Vermitt-ler die Danksagungen des Volkes auszudrücken, sowie derDenkmünze, welche seine Regierung in der Absicht, eindauerndes Zeugniß ihrer Gesinnungen zu hinterlassen, hatteschlagen lassen 4). „So wurde, wie der Geschichtschreibervon Tillier mit einem edlen Gefühl sich ausdrückt ^), für dieErhaltung der Freiheit auf eine Weise gedankt, als ob dieseFreiheit selbst längst in die Gruft der Vergessenheit begra-ben worden wäre."
Napoleon durchzog Deutschland ohne Zeit zu verlieren.Noch einmal leuchtete er im vollen Glänze seiner Macht inDresden , von Herrschern umgeben, die seinen Hof aus-machten; noch einmal demüthigte sein Hochmuth jene fürdie Krone gebornen Häupter. Dann führte er auf den Bo-den von Rußland die größte Armee, welche Frankreich bisherausgehoben, sowie die Heere freiwilliger oder gezwungenerVerbündeter. Er befehligte 500,000 Krieger. Bei ihrem
3) Note des Grafen Talleyrand an den Landammann Burkhardt, 8.April 1812; Burkhardt an Talleyrand, l4. April; vertraulichesKreisschreiben des Landammanns an die Stände, 29. April; vonTillier, I, 463, 461.
4) Ihre Vorderseite zeigt das Gebäude der Sitzungen des GroßenRathes mit der Aussicht auf den lemanischen See und der Um-schrift : kremier« as8smbles >1u 6rsmj-llonzsi1 cku canton <ieVauck , 14 svril 1803. Die Rückseite stellt den Adler dar voneiner Glorie umringt, wie er in seinen Klauen die MediationSaktefesthält, mit der Umschrift: il.a Suisss paeitiee st reorAanises. —„Der Kleine Rath des Kantons Waadt , einer unserer besten Freunde",schrieb Vial an Talleyrand, Jahr Xll st2. Prairial).
5) Bd. I, 467.