Band 
Fünfter Theil.
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Anblick hätte man glauben mögen, es wollten die Völker desOccidents nun ihrerseits den Orient und den Norden ansich reißen.

In dieser Masse verschwanden die vier Schweizerregi-menter der Zahl nach, zeichneten sich aber unter den Ta-pfern durch ihre Tapferkeit aus und vertheidigten das Na-tionalerbe kriegerischen Ruhmes. Die Schweizer von No-varra, von Marignan, von Crefeld, von Hochkirchen, vonRoßbach schienen wieder auferstanden. Im October, als diefranzösische Armee ihren Rückzug begonnen hatte, bildetendie vier kapitulirten Regimenter nebst einigen französischen Bataillons von dem Corps des Marschalls Saint-Cyr dieBesatzung der Stadt Polotsk , deren Festungswerke von Holzwaren. Daselbst hielten sie heldenmüthig eine dreitägigeheftige Schlacht aus. Am Abend des ersten Tages (den 17.)stürzten die Russen plötzlich aus den umliegenden Wäldernhervor auf ein Bataillon Schweizergrenadiere und wurdenmit den Bajonetten empfangen. Man schlug sich Leib anLeib, und in der Dunkelheit mußte man einander zuerstergreifen und erkennen, bevor man sich gegenseitig nieder-stieß. Am zweiten Tage zwang der Feind, der bis an denAbend von den zwei ersten Regimentern zurückgehalten wor-den war, sie endlich, vor einer Masse Reiterei und Fußvolk,die vom Geschütz unterstützt wurden, sich zurückzuziehen.Durch die beiden übrigen Regimenter gedeckt zogen sie inbester Ordnung wieder in den Platz zurück. Schon drangder Feind durch einen Hohlweg in die Stadt ein, als eineletzte Anstrengung der Schweizer und ein so lebhaftes Feuer,daß ein Stück 99 Schüsse ohne Unterbrechung losließ, ihnin die Gehölze zurückwarfen °). „14,000 Mann, sagt der

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