Band 
Fünfter Theil.
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General Graf von Segur, hatten 50,000 besiegt ?). Alleinein neues russisches Heer kam am andern Ufer der Düna an und bedrohte den Ausgang der Brücke, die einzige Hoff-nung eines Rückzuges. Zu grauenvoller Angst erwarteteSaint-Cyr die Nacht. Endlich brach die Dunkelheit, sogarwegen eines dichten Nebels schneller als vermuthet, anund der Rückzug begann, als plötzlich der Brand einigerBlockhäuser dem Feinde diese Bewegung entdeckte. So-gleich warf er sich auf Polotsk. Das 4te Regiment hatteden Befehl, die Stadt nicht eher zu verlassen, bis Alles,Armee, Geschütz, selbst das Gepäck übergegangen sei, und„bis zum letzten Augenblicke und bis zum letzten Mann aus-zuhalten." Sechzig Stücke grobes Geschütz spielten auf demPlatze, der bald auf allen Seiten in Flammen stand. DieRussen waren an den Palissaden; eine der französischen Di-visionen nach der andern zog sich zurück, die drei erstenRegimenter selbst ihnen nach und es blieb nur noch das4te übrig, das nicht eher die Gräben aufgab, als bis esdieselben mit Leichnamen angefüllt und den Feind noch inder Stadt festhielt, die dieser von Straße zu Straße er-kämpfte ; dann langte auch es in aller Ordnung kolonnen-weise in Sektionen, während, die Compagnien der Elite denRückzug deckten, an der Rettungsbrücke an, die es ebenfallszuletzt betrat. Noch einmal schien es, als wollte das fran-zösische Kartätschenfeuer vom andern Ufer her mit den rus-sischen Haubitzen wetteifern, um ihm den Uebergang zuerschweren. Bei diesem dritten Gefechte (vom 19. auf den20.) kämpften die Schweizer zehn Stunden lang in derNacht, beim Brandschein, allein gegen 40,000 Russen, denFranzosen als Schild dienend^).

7) Ilist. <is Napoleon et äs I» xrsrxis armes, I. X» cd. 1-

8) Justus Olivier, nach d'AffryS Bericht, in seiner »ist. äs !s Lsvol.