263
an; zwei Tage später trat der von Solothurn , bald auchdie von Unterwalden und Tessin bei, und alle Kantoneratificirten ohne Verzug die Beschlüsse ihrer Gesandten.Bern und zwei Drittheile von Graubünden hielten sich alleinentfernt. Von Bern trafen zwar Gesandte ein, reisten abersofort wieder ab, als sie vernahmen, daß den Ansprüchenihres Kantons auf die ehemals besessenen Landestheile keinGehör geschenkt werden wolle. In Graubünden wurdender graue und der Zehngerichten-Bund wegen Bewegungenim Innern, wo Trennung von der Eidgenossenschaft undRekonstituirung als selbstständiger Freistaat beabsichtigt wur-den, zurückgehalten
Die Uebereinkunft vom 29. December hob die Ver-mittlungsakte auf und gewährleistete den Fortbestandaller eidgenössischen Stände. Sowohl die Gesandten als dieKantone glaubten, durch rasche Umgestaltung einer einigenund brüderlichen, von französischer Herrschaft unabhängigenEidgenossenschaft dem Willen der verbündeten Mächte ge-mäß gehandelt zu haben. Allein die Diplomatie fand, siehätten sich zu sehr beeiltSie zeigte an, die Souveränewürden der Schweiz in Bezug auf ihre politische Selbst-ständigkeit freisinnige Eröffnungen machen. In Folge desvom diplomatischen Corps ausgesprochenen Wunsches und inErwartung der wettern Entwicklung der Umstände beschlossendie Gesandtschaften, ferner in Zürich beisammen zu bleiben. Siebeauftragten die Regierung des Vororts, jede Unterbrechungin den Verhältnissen mit den bei der bisherigen Bundesbe-hörde beglaubigten fremden Gesandten zu vermeiden E).