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Kantone verlangten wesentliche Aenderungen desselben; Nid-walden und Bern verwarfen den ganzen Entwurf; Schwyz ,Zug, Schaffhausen und Appenzell Znnerrhoden waren garnicht eingetroffen. Eine Commission wurde beauftragt,unter den auseinandergehenden Meinungen eine Annäherungzu versuchen
Der Knoten der Verhandlungen, die darauf folgten, istvon einem verständigen Freunde der Aristokratie bezeichnetworden. Herr von Roverea sagt uns: „Wenn der Streit,der 1803 der Vermittlungsakte voranging, hauptsächlich umden Werth sich drehte, den die neuen Kantone auf die Auf-rechterhaltung des Einheitssystems legten, das sie für ihrenSchild hielten, und um den entgegengesetzten Wunsch deralten, das Föderativsystem wieder hergestellt zu sehen, wassie auch erlangten, so war dagegen die Haupttriebfeder indem gegenwärtigen Kampfe der wachsame Widerstand derneuern Kantone gegen die augenfällige Tendenz einigeralten Aristokratien, sich entsetzten Fürsten gleichzustellen, umnach dem Grundsatz der „Legitimität" die ihrer Herrschaftentrissenen Länder zurückzufordern 2 «).
Die Commission der Tagsatzung glaubte das Mittel, denKnoten zu lösen, gefunden zu haben, indem sie den Antragmachte, jene Zurückforderungen an ein eidgenössischesSchiedsgericht zu weisen; jede Partei sollte aus andernKantonen zwei Schiedsrichter wählen, die dann wieder einenObmann bestimmten. Eine Mehrheit von zehn und einemhalben Stande nahm diesen Antrag unter Vorbehalt derGenehmigung an, während die neuen Kantone, über-zeugt, daß die Zulassung dieses Mittels ein Selbstmordwäre, dasselbe mit einer Entschiedenheit zurückwiesen,
27) Ibiä. und Protok. der Tagsatzung vom 18. und L0. J«!i 1814.
28) Alewoires, IV, 291, 292.