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Der den drei Abgeordneten ertheilte östreichische Geleits-brief verursachte ein Zerwürfniß. Sobald der MinisterSchraut durch den bernischen Geheimen Rath von der Ver-haftung der drei von ihm beschützten Freiburger Kenntnißerhielt, drohte er, jeden diplomatischen Verkehr mit Bern abzubrechen, wenn man ihm die Verhafteten nicht sogleichherausgäbe. Am Ende ließ er wirklich den östreichischenWappenschild von seiner Wohnung abnehmen und reisetenach Zürich ab. Die bernische Regierung blieb unerschüt-terlich. Der Große Rath billigte durch sein Stillschweigenein Verfahren, dem das Gefühl zu Grunde lag, es sei mitder Würde des Vaterlandes unverträglich, daß in derSchweiz ein fremder Gesandter in Verwickelungen schwei-zerischer Bürger mit ihren Regierungen ins Mittel trete.Die übrigen Minister nahmen, gemäß den Grundsätzenaller diplomatischen Corps, keine Partei für Herrn vonSchraut
Zn Zürich und Schaffhausen erlangte die Stadtebenfalls wieder ihr Uebergewicht im Großen Rath. Dererstere dieser Kantone ertheilte, indem er zu der ehemaligenVermischung der Gewalten zurückkehrte, den obersten Voll-ziehungsbeamten in den Bezirken, den Oberamtmännern,den Vorsitz im Civilgericht. Die wesentlichste Veränderungfand in der Wahlart statt
Der Bundesentwurf, der von Appenzell Außer-rhoden ohne große Schwierigkeit angenommen wurde,drohte in zwei stürmischen Landsgemeinden Znnerrhodens,wo man über den Gedanken einer Hauptstadt der Schweiz erbittert war, Thätlichkeiten herbeizuführen. Vergeblich