Band 
Fünfter Theil.
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UM zu conspiriren, verhaften. Allein am folgenden Tageerschien ein Haufe Bauern, die sich theils freiwillig zu-sammengerottet hatten, theils gezwungen mitliefen, vorBellinzona und erhielt die Befreiung der Verhafteten. DerKleine Rath floh nach Bünden. Sonnenberg, der in derfolgenden Nacht durch eine luzernische Compagnie verstärktwurde, sammelte seine wenigen aber kernhaften Truppenin Bellinzona , das als Kriegsmagazin des Kantons, sowieseiner Lage wegen am Ausgang des Liviner- und Misoxer-thals wichtig war. Der Haufe der Aufständischen vonGiubiasco war unterdessen durch die Ankunft von italieni-schen und deutschen Ausreißern auf 15 bis 16,000 Mannangewachsen. Sonnenberg zog ihnen mit seiner kleinenSchaar entgegen. Mitte Weges stellte er sie in Schlacht-ordnung, wobei die bündnerischen Scharfschützen die Flankender trefflichen luzernischen Infanterie decken mußten. BeimHerannahen der zur Recognoscirung vorausgeschicktenStreifwachen flohen die feindlichen Vorposten und die Haupt-masse wäre wahrscheinlich mitgeflohen, wenn die bisherpflichtgetreuen, nun aber irregeführten Eraubündner Scharf-schützen sich nicht trotz den Bemühungen ihrer Offiziereplötzlich aufgelöst und in ihre Heimath zurückgeeilt wären.Der Kampf von hundert durch einen langen Marsch ermü-deten Infanteristen gegen eine fünfzehn Mal zahlreichereSchaar wurde nun zu ungleich. Sonnenberg zog sich inguter Ordnung nach Bellinzona , aber zu schwach, die Stadtzu vertheidigen, nicht in diese, sondern in das sie beherr-schende Schloß, wohin er schon vorher die Waffen aus demZeughaufe und Lebensmittel hatte bringen lassen, zurück.Durch den wackern luzernischen Hauptmann Göldlin unter-stützt vertrieb er mehrere Male die ihn umgebenden zahlreichenSchaaren und unterhielt seine Verbindungen mit dem Gott-hard und Graubünden , um ohne Aufschub seine Vereinigung