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mit einer im Anmärsche begriffenen Abtheilung von 600Mann zu bewerkstelligen.
Der Kleine Rath, nun wieder ermuthigt, kehrte in denKanton und nach Bellinzona zurück. Vorher aber gestander in einem Erlasse (19. September), daß die Verfassungvom 29. Juli allgemeines Mißfallen erzeugt habe, und riefeine Consulta, zu welcher jeder Kreis einen Abgeordnetenzu senden hatte, zusammen, welche die Bedürfnisse undWünsche des Volkes untersuchen sollte. Die Tagsatzungverdankte Sonnenberg sein einsichtsvolles und kräftiges Be-nehmen und sandte noch von Salis-Sils aus Graubünden ^ zum außerordentlichen und bevollmächtigten Commissar, umder Regierung in den politischen Angelegenheiten an dieHand zu gehend).
Inzwischen herrschte in dem Bezirke Lugano eine heftigeGährung und das Volk begieng mancherlei Unordnungen.Airoldi, an der Spitze der Landleute, forderte von derMunicipalität von Lugano für 500 Mann Quartier, Lebens-mittel und Kriegsvorräthe. Jene rief ihre Mitbürger zuden Waffen. Zugleich wurde sie von einer CompagnieAargauer unterstützt, welche Sonnenberg nebst 40 bündneri-schen Scharfschützen, die ihren Fehler bereuten und wiedergut zu machen wünschten, geschickt hatte. In den Straßenfloß Blut. Nach einem kurzen aber lebhaften Widerstandergriffen die Insurgenten die Flucht. Am folgenden Tageverließ der Befehlshaber der aargauischen Compagnie, Re-gimentsadjutant Landolt, beim bloßen Gerücht von einer aber-maligen Zusammenrottung vom Schrecken ergriffen, unge-
46) Die Geschichte dieser Unruhen bis zu diesem Zeitpunkte ist auf an-sprechende Weise erzählt worden von der luzernischen Regierung ineinem Schreiben vom 26. September an den Geh. Rath von Bern,der dasselbe zu einer Darstellung benutzte, die er in die Berner-Zeitung einrücken ließ.