Band 
Fünfter Theil.
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achtet aller Vorstellungen der Magistraten, mit seiner Truppedie Stadt und warf sich in die Schiffe, um sich nach Men-drisio zurückzuziehen. Zn dem Schrecken, den er unterseinen Soldaten verbreitete, bedienten diese sich ihrer Ge-wehre zu Rudern. Als der Gemeinderatk sich so von seinenVertheidigern im Stiche gelassen sah, verließ er Lugano ,worauf Airoldi Besitz von demselben nahm und die Ein-wohner um 20,000 Lire brandschatzte. Mitten in dieserVerwirrung hatten zu Ketten und Zuchthausstrafe verur-theilte Verbrecher zwei Gefängnißwärter getödtet und warenin die Berge und Wälder entflohen. Wie nun die Auf-ständischen sich wieder erhoben, hatte Salis-Sils, stattdas Anerbieten Sonncnbergs, sie mit zwei oder drei Com-pagnien auseinanderzutreiben, anzunehmen, die Schwach-heit, sich mit ihnen in Unterhandlungen einzulassen, sichauf ihr Begehren nach Lugano zu begeben, die militärischenEhrenbezeugungen von ihnen zu empfangen und ihre For-derungen anzuhören. Die Tagsatzung mißbilligte diese Her-ablassung und ersetzte von Salis. Sie stellte die bis aufden 24. August bestandenen Gewalten und alle Angelegen-heiten wieder her und unterstützte ihren Beschluß durch1800 Mann Truppen, die in die aufrührerischen Gemeindenvertheilt wurden. Die Consulta ward aufgelöst und derGroße Rath zusammenberufen.

Von da an schien Tessin wieder Unterthanenland zuwerden, zwar nicht der ehemaligen despotischen Demokra-tien, sondern der Tagsatzung und der fremden Minister.Die am 24. Oktober genehmigte und der Tagsatzung vor-gelegte Verfassung erhielt die Bundesgewährleistung nicht.Eine Commission wurde ermächtigt, gemeinsam mit dentessinischen Gesandten und mit zu Ratheziehung der in Zürich anwesenden Minister der hohen Mächte sie abzuändern.Umsonst sprachen die Gesandten das Bedauern aus, daß