Band 
Fünfter Theil.
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für ihren Gemeinderath. Der Kleine Rath trat mit Ge-meindeausschüssen in Conferenz. Inzwischen dauerte dieGährung fort, ja wurde gegen den Frühling in den unruhi-gen Bezirken immer heftiger. Am 1. Mai erließen die siebenutznachischen Gemeinden ein förmliches Trennungsbegehrenan den Großen Rath von »St. Gallen und eine Bitte umAufnahme an Schwyz. Der Bezirk Sargans beschloß An-schließung an GlaruS ; der von Gaster äußerte den nämlichenWunsch. Die Regierung suchte die Gemüther durch eineProklamation zu beschwichtigen (27. Mai). Der Bundes-vorstand aber unterstützte und ermähnte sie sogar im Namender fremden Bevollmächtigten, welche den Verfassungsent-wurf indessen vor der letzten Berathung desselben einzusehenwünschten^). Schwyz und Glarus suchten jene Bezirke,die sie ehemals durch Landvögte regiert hatten, für eigeneVergrößerung abzureißen. Wirklich faßte die Landsgemeindevon Schwyz am 26. Zuni den Beschluß, die LandschaftUtznach mit ihrem Gebiete zu vereinigen. Allein die Ministerder Mächte erklärten sowohljenen beiden Kantonen, als derRe-gierung von St. Gallen den Willen der verbündeten Herrscherfür unbedingte Aufrechthaltung der bisherigen Grenzen undbedrohten die Dawideranstrebenden sogar mit der Gewaltdieser Fürsten Dennoch hörten die Umtriebe nicht auf.Als Auf der Mauer von Schwyz , der die Seele diesesWiderstandes war, in Zürich die oberherrlichen Rechteseines Kantons vertheidigte, redete Reinhard von Exekution.Auf der Mauer aber erwiederte, „Schwyz werde mit dop-pelter Anzahl seine Landschaft Utznach zu schützen wissen."

50) Von Reinhard an den Kleinen Rath des Kantons St. Gallen, 25.Juni ,814.

51) Die Minister von Schraut und Capodistrias an die Regierungenvon Schwyz und Glarus , 30. Juni 1814. Die Nämlichen an dieRegierung von St. Gallen , eoä. cksto.