Band 
Fünfter Theil.
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Vergebens schlugen Abgeordnete aus dem katholischen Ad-ministrationsrathe ihm vor, ihm das Kloster,, als solches,ohne Landesherrlichkeit überlassen zu wollen: er antwortetedarauf als Landesherr mit Versprechungen zu Gunstenseiner Unterthanen "). Seine Agenten und Parteigängersah man unter den Aufwieglern^), die nun keine Schran-ken mehr kannten. Gegen Ende Septembers erhob sich derAufruhr in den Bezirken Utznach, Sargans und Rheinthal.Da die Regierung ihm nicht mehr zu widerstehen vermochte,so schickte die Tagsatzung zwei eidgenössische Repräsentantenund stellte zwei Bataillone zu ihrer Verfügung. Umsonstsuchten sie durch eine Proklamation und indem sie dieunruhigen Gemeinden bereisten das Volk ohne Anwendungvon Waffengewalt zu belehren. Am 9. October erschienein Trupp Männer, die von Mels aus der Predigt mitWaffen herbeigestürmt waren, vor ihrem Wirtkshause inSargans . Dieselben drangen in das Zimmer der Gesandtenund forderten unter Drohungen die dem Gallati abgenom-menen Protokolle und Papiere zurück; da jene sie ver-weigerten , so hielt die Menge ihnen die Fäuste vor. DieserTumult dauerte einige Stunden fort. Am Ende gelang esjedoch den Repräsentanten unter mehreren Stößen sich durchdie Volksmasse hindurchzudrängen, worauf sie sogleich nachZürich abreisten. Die Tagsatzung sandte hierauf drei Ba-taillone Infanterie nebst Reiterei und einiger Artillerie.Gallati aber und die Anführer entwichen. — Da Schwyz hartnäckig auf der Souveränetät über Utznach bestand,willigte die Tagsatzung in eine Vermittelung, die jedochfruchtlos blieb; sie hätte das Recht gehabt, diesen wider-spenstigen Kanton mit Gewalt zu unterwerfen. Noch im

54) Henne, 68.

55) lä. 77, 78; Müller-Friedberg, Schweiz . Annalen, HI, 121, 167.