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Bald folgte auch Aargau . Den Ministern von Oestreichund Rußland zur Prüfung vorgelegt, entsprachen ihre Ver-fassungen den fremden Anforderungen durch ein viel wenigerdemokratisches Wahlsystem, als das frühere, indem seineZusammensetzung die Entstehung einer Regierungsaristokratieerleichterte und dem Stabilitätsgciste den Hebel der In-trigue in die Hand gab. Durch ihre Zugeständnisse stimm-ten jene beiden Kantone die Monarchen, die bald auf demCongresse sich versammeln sollten, zu ihren Gunsten.
Die Verwerfung des Bundesvertrages und die Hart-näckigkeit Berns, eine durch entschieden abgemachte Ereig-nisse unmöglich gewordene und von der öffentlichen Meinungzurückgestoßene Vergangenheit wieder zurückzubringen, ver-setzten den bisher ruhigen Amtsbezirk Laupen , die StadtBurgdorf , diesen Mittelpunkt der Opposition und das wiees hieß, durch die Nähe des Kantons Waadt influenzirteSaanen - und Simmenthal in Gährung.
Eine Aufforderung zu den Waffen und eine halbkrie-gerische Proklamation brachten, verbunden mit jenen Ur-sachen, das Oberland , besonders die Ebene von Znter-laken, in Aufregung. Der 21. August war zur Einschreibungder Freiwilligen festgesetzt. Der Hauptmann Michel vonBönigen, ein durch seinen Unternehmungsgeist und seinefreisinnigen Grundsätze verdächtiger Landmann, nahm sichvor, eine Compagnie für sich anzuwerben. Da er mit demPräsidenten des Kriegsrathes übereingekommen war, soglaubte er dem Oberamtmann davon nicht Kenntniß gebenzu müssen. Dieser, ein gutmüthiger, aber etwas schwacherMann, schöpfte den Verdacht einer Verschwörung und ließMichel nebst zwei andern muthmaßlichen MitschuldigenNachtS verhaften und nach Bern bringen ^). Man sprach
79) Der Geheime Rath warf ihm vor, daß er sie zusammen habe füh-