Band 
Fünfter Theil.
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auch von der bevorstehenden Verhaftung eines Geistlichen.Das Volk gerieth in große Aufregung und äußerte laut,es werde sich fernern Verhaftungen widersetzen. Als nunder Oberamtmann Bewaffnete aus einigen treugebliebenenBergdörfern aufbot und als Wache in das Schloß verlegte,wurde die Gährung noch heftiger, die Erhitztesten sprachenvon Erstürmung des Schlosses und von Aufruf zum Land-sturm. Besonnenere Männer aber wußten gesetzliche Mittelgeltend zu machen ^°). Eine Vorstellung ward abgefaßt, inwelcher man sich über die vorgenommenen Verhaftungenbeschwerte, den Wunsch aussprach, daß die Regierung dieVerzichtleistung auf Aargau und Waadt einem allfälligenBürgerkriege vorziehen möchte, und Gleichheit der politi-schen Rechte, wobei man gerne der Stadt Bern gewisseVorrechte einräumen werde, verlangte. Als ein bei demVolke angesehener Magistrat gefänglich eingebracht wurde,wiederholten sich die lärmenden Auftritte und fanden neueVerhaftungen statt. Die Bittschrift wurde mit Unterschrif-ten bedeckt, ganze Dörfer unterzeichneten sie. Ein Ausschußward gebildet, welcher das Volk zur Ordnung anhalten undbis zum Eintreffen der Antwort der Regierung beisammenbleiben sollte. Dann aber dehnte derselbe seine Wirksamkeitweiter aus und forderte den Oberamtmann auf, seineWache zu entlassen und stellte einen Kriegsrath auf, derauf verschiedenen Punkten Wachen aufstellte und einige Ge-meinden einlud, Mannschaft bereit zu halten und auf jedenWink gerüstet zu fein. Verschiedene Ermahnungen, sich

ren und zusammen lu Münsingen zu Mittag essen lassen, statt siegetrennt zu halten. Manual des G. R. 24. August.

80) Unter ihnen zeichnete sich durch sein entschlossenes und kluges Be-nehmen der Neffe des Oberamtmanns, Lehencommiffär May, undder Oberförster Kasthofer aus. Manual des Geheimen Rathes,26. Nov. 1814.