Band 
Fünfter Theil.
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Die letzten Urtheile konnten erst im November gesprochenwerden.

Den Beamten aber, die sich durch ihre Treue und ihrenEifer für die Sache der Regierung ausgezeichnet hatten,gab diese ihre Anerkennung durch Geldbelvhnungen und Denk-münzen kund

Viele von denjenigen, welche die Bittschrift unterzeichnethatten, sowohl Einzelne als ganze Gemeinden, nahmen ihrefrüher gemachten Vorstellungen zurück oder mißbilligten sie 8-).

Der Amtsschultheiß, General von Wattenwyl, zeigtesich ungeachtet seiner Angegriffenheit in Folge des Herzelei-des, das er im December 1813 erfahren, noch eben so uner-schüttert, als im Jahr 1804 bei Anlaß der Zürcher -Wirrenund hielt auch jetzt dafür, daß eine Regierung muthig ihreGewalt handhaben, aber auch Verbesserungen und zeitge-mäße Einrichtungen im Staate einführen müsse.

Bern besann sich und entschied in Berücksichtigung desZustandes der Schweiz und des eigenen Kantons für An-nahme des Bundesvertragcs. Noch andere Erwägungenwarfen ein Gewicht in die Wagschale. Durch den Beitrittzu dem Entwürfe hoffte Bern die große Mehrheit der Kan-tone um sich zu vereinigen, sich die Beistimmung der frem-den Staaten zu erwerben und die neuen Eidgenossen, diefür die Verwerfung stimmen würden, in die unvortheilhafteStellung der Opposition zu bringen. Ohne die Zurückfor-derungen Berns zu gewähren, gab der entworfene Bundes-vertrag wenigstens das Prinzip davon zu und ließ die Aus-

82) Manual des Geh. Rathes, 12. Dec. 1814.

83) Geschichtliche Darstellung der Ursachen zur Unzufriedenheit des ber-nischen Oberlandes, 18l4. 4. Untersuchungsakten in Betreff derOberländerunrnhen. Manual der Geheimen Rathes, II. — VonTillier. I, 192—198; 215—220. — vs Uoverea, Uem. iv,297-301.