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22. September ihren Beitritt erklärten. Die Tagsätzungzeigte den Ständen die dringenden Beweggründe dieser Ent-scheidung an. In dem Zeitpunkte, wo alle Mächte vonEuropa zu Begründung eines großen gesellschaftlichen Ver-eines zusammenträten, dürfe die Schweiz nicht allein ineinem Zustande der Anarchie und einer gänzlichen politischenOhnmacht erscheinen, noch auf daS Recht verzichten, sichselbst eine Verfassung zu geben, statt diese von dem Willender Fremden zu empfangen. Der nun zu Stande gekom-mene Entschluß habe allein Rettung gebracht^). Am fol-genden Tage theilte ihn die Tagsatzung den Ministern derhohen Mächte, deren Bemühungen eine Spaltung undabermalige Zögerungen verhütet hatten, mit^). DieAnsprachen verschiedener Kantone gegen andere wurden zuProtokoll genommen.
Drei früher mit der Schweiz vereinigte Kantone,Wallis, Neuenburg und Genf , baten um Einverlei-bung in dieselbe.
Eine politische Frage, über verhältnißmäßige Vertre-tung der Zehnten in den obern Behörden, beunruhigte dasWallis . Die provisorische Regierung sandte im ZumAbgeordnete an die Tagsatzung und mit ihnen wurden dieGrundlagen zu einer Verfassung und zu einer nähern Ver-bindung dieses Landes mit der Eidgenossenschaft festgesetzt^).Zn diesem Entwürfe war das Unterwallis den alten An-sprüchen des Oberwallis, das sich über alle Umgestaltungenhinwegsetzte, welche die Zeit in Europa und selbst in denentferntesten Alpenthälern bewirkt hatte, zum Opfer ge-