Band 
Fünfter Theil.
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riet hatten v), oder nur die fünf großen Mächte bei denVerhandlungen gegenwärtig sein sollen? Hierauf kamenSpaltungen und Drohungen, die oft nahe daran waren,einen offenen Bruch herbeizuführen. Der Gang der schwei-zerischen Angelegenheiten wurde aber noch durch einenbesondern Umstand gehemmt. Lord Castlereagh , der mitden Vorurtheilen der englischen Aristokratie, verstärkt durchdiejenigen der bernischen, nach Wien gekommen war, fanddie Eintheilung der Eidgenossenschaft in 19 oder 22 Kantonekeineswegs sehr zweckmäßig und verlangte eine Umschmelzungder Territorial-Eintheilung. Der ganze Einfluß Rußlands ,sowie die Thätigkeit der freisinnigen Diplomaten waren nö-thig, um ihn auf andere Ansichten zu bringen; das erfor-derte Zeit. Aber auch die Meinungsverschiedenheiten derSchweizer und selbst der eidgenössischen Gesandten unter sichverlängerten die Ungewißheit der europäischen Bevollmäch-tigten und machten, daß sich die Berathungen verzögerten.Reinhard verlangte im Interesse der schweizerischen Unab-hängigkeit eine starke eidgenössische Oberbehörde, der esüberlassen bleiben möchte, ohne fremde Dazwischenkunft dieinnern Zerwürfnisse und einzelne Kantonsforderungen aus-zugleichen ; allein diese für die Schweiz ehrenvollere Ansichtwurde von seinen beiden Amtsgenossen keineswegs unterstütztund so erfolgte denn die Dazwischenkunft.

Wir finden sie gleich bei Eröffnung der Sitzungen derCommission am 12. und 14. November '°), wo die AnspracheBerns contradiktorisch untersucht wurde. Lord Stewarterklärte, daß man, weil die Schweizer ihre Händel nichtselbst zu schlichten im Stande wären, eine Entscheidung der

S) Oestreich. Rußland, Frankreich, Großbritannien, Preuße», Schwe-den, Spanien und Portugal .

10) Das Protokoll beginnt erst mit dem 14.