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zweite, der untern in der Lochung absolut gleiche Bleiplatte, diemit einem Rand versehen war, presste beide zusammen undschüttete das Aetzmittel oben auf, so dass dasselbe sich durch•die das Dessin bildenden Löcher und durch das in denselben bloss-liegende Tuch in ein untenstehendes Gefäss ergoss und nur nocheine Naehspühlung mit Wasser nötig war.
Später konstruierte der Druckfabrikant Monteith in Glasgowzur Steigerung der Produktion besondere Maschinen (die „Brahama“-und dann die ,,Dis-charging“-Pressen), bei welchen man ein ganzesStück, in Falten von der Grösse eines Mouchoir gelegt, zwischendie Platten einschraubte, hierauf den angesäuerten Chlorkalk bezw.das Spühlwasser unter hydraulischem Druck durchdrückte und soin einer einzigen Operation eine grössere Anzahl Tücher fertigbrachte. In der Folge erzeugte man auch gelben Aetzdruck, in-dem man nach der Aetzung eine Bleiauflösung durchpresste undnachher in Kaliumbichronnat ausfärbte. Nachteile dieses Verfahrenswaren, dass man stets nur ei nfarbigen, weissen oder gelben Aetz-druck erzielte und dass es sich nur für abgepasste Ware in ein-fachen, ziemlich plumpen Mustern, wie sie damals im Mouchoirs-artikel noch verkäuflich waren, eignete; ein Vorteil hingegen lagdarin, dass der Chlorkalk nur die zu ätzenden Stellen berührte undder rote Grund daher stets seine volle Frische bewahrte, währenddie Ueberwachung der Köchlin’schen Chlorkalkküpe immerhingrosse Aufmerksamkeit erforderte. Die schottische Aetzmethodeblieb auf ihr Ursprungsland beschränkt, war aber eine Zeit langstark im Gange, indem dort noch im Jahr 1838, nach v. Kurrer,124 solcher Discharging-Pressen arbeiteten.