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unwesentlich dazu beigetragen haben, die Brot- und Kartoffelpreisein die Höhe zu treiben, so muss es heute als ein Glück angesehenwerden, wenn die in aussereuropäischen Ländern oft überreiche Er-zeugung an Cerealien möglichst vielseitige Konsumenten und die-Existenz des Ackerbauers darin eine Stütze findet, und wenn esanderseits der Chemie noch recht lange nicht gelingt, Stärke, Zuckerund Alhohol fabrikmässig aus Holz oder Steinkohlen darzustellen.
Um die Bedeutung der neuen, in dieser Periode auftauchen-den Fixations- oder Fabrikations-Methoden zu würdigen,,muss man namentlich in Berücksichtigung ziehen, dass alle amSchluss des XVIII. Jahrhunderts in den Baumwollfabriken üb-lichen Druckverfahren wegen gewisser physikalischer und chemi-scher Eigenschaften der Wollfaser für Wolltücher nicht anwend-bar waren. s ) Solche wurden bis dahin (selbstverständlich von derfarbigen und faponnierten Weberei abgesehen) nur auf folgende-zwei sehr primitiven Weisen gemustert:
Die ältere derselben ist nach v. Kurrer die Golgas- Fabrikation,welche jedenfalls hinter die Mitte des XVIII. Jahrhunderts zurück-reicht. Sie beruhte auf demselben Prinzip wie der altindische-Bandanadruck (S. 35) und es gehörten dazu je zwei gleiche durchund durch geschnittene, die Zeichnung bildende Holzformen, zwi-schen welche man die zuvor „angesottenen“ (gebeizten), ziemlichdichten Wollflan eile einklemmte; wurde alsdann eine siedend heisseLösung eines Farbstoffs aufgegossen, so färbte sich die freiliegende-Wolle ziemlich waschächt ein, während die durch das einklem-mende Holz beschützten Partien weiss blieben. * 2 ) War der Grundzuvor schon in einer hellen Farbe angefärbt, so erhielt man zwei-farbige Produkte; in jedem Fall konnte jedoch die Zeichnung nur
') Auch die Tafelfarben (S. 56), für welche scheinbar kein Hindernis-der Anwendung vorlag, gaben kein gutes Resultat, indem sie beim Waschen,den Grund beschmutzten; sie mussten der rauhern Oberfläche der Wolle wegen2—3 mal „abgeschlagen“, also sehr satt aufgetragen werden und konntensich durch blosses Verhängen zu wenig innig und haltbar mit dem Stoffverbinden.
2 ) Die Golgasfabrikation hat offenbar der S. 171 beschriebenen schottischenAetzmanier zum Vorbild gedient; der Unterschied lag lediglich darin, dass-bei ersterer der Aufguss aus einer Farbstofflösung, bei letzterer aus einem.Aetzmittel bestand.