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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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sprechenden Beweis. Als man Ende 1799 wegen des durch denKrieg herbeigeführten Kotstandes eine ausserordentliche Gemeinde-steuer von 2 °/ 00 , jedoch mit Ausschluss der unter fl. 1000 Ver-steuernden, erhob, wies das dazu herbeigezogene Vermögen dieSumme von fl. 1,662,500 auf. Im Jahr 1809 war, amtlich wenig-stens, noch keine Veränderung zu konstatieren, indem das Ge-samtsteuerkapital, also mit Einschluss der kleinern Vermögen,bei einer Einwohnerzahl von zirka 1500 Seelen, fl. 1,812,050 be-trug. 1820 hingegen finden wir nur noch fl. 1,396,000 und dergrösste Sturz vollzog sich in den darauffolgenden Jahren, weilviele vorher erlittene und offenbar z. T. absichtlich verheimlichteVerluste nun erst an den Tag kamen und weil einige grössere,mit Oesterreich und Russland verkehrende Firmen nun erst anden Nachwehen der schlimmen Zeiten zu Grunde gingen. Sofiguriert denn 1832 nur noch ein Steuerkapital von fl. 813,100,und nichts in der Gemeinde zeugte mehr von der frühem Blüteals mehrere herrschaftlich gebaute, nun zu Spottpreisen käuflicheHäuser. Inzwischen hatte sich jedoch im Stillen schon eine Re-generation angebahnt. Während nämlich ein Teil der auf dentäglichen Verdienst angewiesenen Bevölkerung in den Druck-fabriken des benachbarten Hauptortes bald wieder ausreichendeBeschäftigung fand, erhoben sich zugleich aus der Bürgerschaftstrebsame Elemente, welche, die veränderten industriellen Ver-hältnisse erfassend, zuerst in kleinem und dann in grossem Maß-stab die Handweberei, den Rohtuchhandel im Lande selbst unddas Manufakturengeschäft für den Export aufnahmen oder sichin der Zeugdruckerei versuchten. Diese Anstrengungen warenvon solchem Erfolg begleitet, dass sich mit der Zeit nicht nurin der Gemeinde selbst der alte Wohlstand wieder einfand, son-dern dass durch die Initiative von Ennendaner Bürgern aucheinige andere Ortschaften bedeutende Etablissemente in Spinnerei,Weberei und Druckerei erhielten. Bemerkenswert ist indessen, dassdie im XVIII. Jahrhundert wohlhabendsten und daraufhin durchdie Schicksalsschläge entmutigten Familien an diesen Gründungenverhältnismässig wenig Anteil hatten und dass jene Verjüngungvorwiegend aus dem frühem Mittelstand heraus sich vollzog. Diewichtigsten unter den damals entstehenden Geschäftsfirmen waren-:

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