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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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1. Barth, ienny & Cie. — Bartholome Jenny (1770-1836),nachmals Schulvogt und Ratsherr, hatte sich als Handwerker(Perrückenmacher) und kleiner Handelsmann einige Mittel erworbenund gründete nun 1808 unter der soeben genannten Firma mitseinen jüngern Brüdern Caspar Jenny (1782-1828) und FridolinJenny (1784—1857, cop. 1810 mit einer Tochter des Rudolf Heerin Riedern, S. 236) ein Handwebereigeschäft, das bald ansehn-lichen Umfang gewann. Allmälig gingen sie dazu über, die fürsie im Lohn gewobenen Baumwolltücher nicht nur roh zu ver-kaufen, sondern teilweise nach Glarus und Mollis zum Bleichenund Bedrucken zu geben. Für den Absatz dieser Druckwarenrichteten sich ihre Blicke frühzeitig nach Italien, indem sie teilsBarverkäufe an den Messen in Bozen, teils direkte Lieferungennach verschiedenen italienischen Plätzen bewerkstelligten, welch’letzterer Verkehr anfänglich durch die Vermittlung eines Handels-mann Christian Heussy von Bilten sich vollzog. 1818 wurde indas Geschäft als Reisender (von 1822 an als Associe) ihr VetterFridolin Jenny-Glarner (1792—1856, Sohn von Daniel Jenny,Stifter der „Deutschländerhandlung“ Jenny & Streiff, S. 36 T. I)aufgenommen, welcher bei Dinner & Tschudi in Triest (S. 37 T. I)in der Lehre gewesen und sich mit den italienischen Handels-verhältnissen und der Sprache vertraut gemacht hatte. Derselbestand nun während 16 Jahren ununterbrochen der bei seinemEintritt in Lugano (Lauis) gegründeten Filiale vor, indem er all-jährlich volle 9 Monate dort oder auf Reisen in Oberitalien zu-brachte, wobei der Umsatz schon in verhältnissmässig kurzer Zeitsehr erhebliche Dimensionen erreichte. Während die Kunden ausder damals österreichischen Lombardei gewöhnlich selbst in Luganoerschienen, um ihre Einkäufe zu machen, gab man im Piemont(Turin) und im Kirchenstaat (Bologna) die Waren vertrauens-würdigen Geschäftsfreunden in Consignation.

Wie der Grossvater dem Enkel erzählte, herrschte in denHäusern obiger und anderer angehender Fabrikanten ein regesLeben und Treiben, wobei auch den Hausfrauen ein nicht geringerTeil der Arbeitslast zufiel. In den untern Räumen (Hausflur und„Bogen“) wurde das Baumwollgarn untergebracht, das man, so-weit es nicht in der Nähe erhältlich war, von zürcherischen Kauf-