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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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leuten, die englisches Maschinengarn importierten, und aus zürche-rischen und st. gallischen Spinnereien bezog. In der Küche oderim Waschhaus besorgte man nun das Sieden des Zettelgarns indünnem Leimwasser (um demselben für die folgenden Manipula-tionen etwas mehr Festigkeit zu verleihen), worauf an Holzge-stellen das Trocknen, womöglich im Freien, erfolgte. Das Spuhlendieses Zettelgarns überliess man gewöhnlich alten Leuten undKindern in der Ortschaft selbst. Eine sehr grosse Detailarbeitbrachte sodann der Verkehr mit den Handwebern mit sich, wel-cher sich mit den in der Nähe wohnenden direkt abspielte, wäh-rend man sich für die viel zahlreichem im Gross- und Kleinthalund am Kerenzerberg der „Fergger“ (oder „Faktoren“, wie solcheMittelspersonen in den verschiedensten hausindustriellen Betriebenin Deutschland genannt werden) bediente. Da galt es, eine MengeZettel- und Schussgarn auszuwägen und fertig abgelieferte Tüchernachzumessen und wegen allfähigen Webfehlern zu untersuchenbis oft die Augen schmerzten. In den obern Räumlichkeitenmachten dann diese Rohtücher und namentlich die fertigen Waren,wie sie aus den Druckereien zurückkamen, den Platz der sich vonZeit zu Zeit mehrenden Kinderschar streitig. Später, als das Ver-zieren der baumwollenen Chäles durch Wollfransen in Aufschwungkam, wurde teilweise auch diese Manipulation und das Kräuselnder Fransen unter eigener Aufsicht vorgenommen. Erst als derBetrieb in Weberei und Druckerei sich mehr und mehr fabrik-massig und maschinell gestaltete, wurde es auch in jenen Häusernwieder stiller und leerer.

Als in den 1820er Jahren die Frage der Ausdehnung desGeschäftskreises zur Erörterung kam, vertrat der Gründer obigerFirma die Ansicht, den bisherigen Zweigen die Druckerei hinzu-zufügen 1 ), während Fridolin Jenny-Heer der mechanischenSpinnerei den Vorzug geben wollte. Derselbe, ein tüchtiger Kopf,der aber gern seine eigenen Wege ging, nahm nun auf den 1. Januar1828 seinen Austritt und gründete vorerst ein Konkurrenzunter-

0 Der Uebergang des Stammhauses Barth. Jenny & Cie. zur Druckereierfolgte dann 1830 (in Ennenda), zur mechanischen Spinn- und Weberei 1846/47(in Haslen).