263
theils aber von den französischen, österreichischen und englischen Seeplätzen,als: Havre, Marseille, Triest und Liverpool, dann auch direkt aus Nord-amerika bezogen wird. Aus diesem angeführten bezogenen Baumwollen-quantum werden wöchentlich 291 Zentner oder jährlich 1,513,200 Pfundenglisch Gewicht in den Nro. 20 bis 60, meistens aber in der Nro. 40 ineinem Gesammtbruttowerthe von 900,000 bis 1,000,000 fl. Zettel- und Ein-traggarne gesponnen, wovon etwa in einem Werthe von 400,000 fl. imLande selbst verbraucht und etwa für 500,000 fl. nach den schweizerischenKantonen St. Gallen, Appenzell, Aargau, Thurgau und Zürich und dendeutschen Zollunionsstaaten ausgeführt wird. Dagegen werden noch be-deutende Quantitäten Game aus den Kantonen St. Gallen, Zürich und Aargau,etwa im Betrage von 150,000 Pfund per Jahr, im Gesammtwerthe von gegen70,000 fl. eingefiihrt. Diese angegebenen 10 mechanischen Spinnereienbeschäftigen 900 bis 1000 Arbeiter mit einem jährlichen Verdienste vongegen 100,000 fl.“
„Mechanische Baumwollenweberei. Die mechanische Baum-wollenweberei kam erst in den Jahren 1835 bis 1840 in Aufnahme. Gegen-wärtig sind von dieser Gattung 3 Etablissemente im Gange mit einer jähr-lichen Produktion von 15,300 Stück von 40 aunes Länge. Es werdendarin etwa 130 Arbeiter mit einem jährlichen Verdienste von ungefähr10,000 fl. beschäftigt. Die Tücher werden grösstentheils im Lande selbstverbraucht. “
„Handweberei in Baumwolle. Im Jahre 1840 und 1841 mochtennoch etwa 2000 Handwebstiihle in Thätigkeit gewesen sein; diese 2000Handwebestühle mögen im Jahre 1841 gegen 90,000 Stück Baumwollen-tücher von 36 bis 40 aunes Länge, von 7 / 4 bis l4 / 4 Breite, geliefert haben.Durch diesen Industriezweig wurden folgende Menschen im Jahre 1841noch beschäftigt:
18 Blattmacher mit einem jährlichen Verdienste von fl.
360040008400fl. 160000
ti. 17 'inmi
fl.
fl.
40 Garnsieder und Zett-ler „ „ ,,
280 Spuhlerinnen mit einem „ „ ,
2000 Baumwollenweber mit einem „ „ ,,
2338 Individuen mit einem jährlichen Verdienste von
„Dieser Industriezweig hat im Jahre 1842 durch die immer mehriiberhandnehmende Maschinenweberei eine sehr fühlbare Abnahme erlitten.Viele Webestühle sind hin und wieder unbeschäftigt und der Gesammt-verdienst hat sich wenigstens im angeführten und im gegenwärtigen Jahreauf 130,000 fl. vermindert. Die glarnerischen Handwebereien halten immerweniger die Konkurrenz aus mit englischen, französischen und auch schweize-rischen Maschinengeweben, obschon die Arbeiterlöhne um mehr denn 35 7»gesixnken sind. Einige dieser Handwebereien gehören den Inhabern derspäter anzuführenden Fabriketablissemente, die übrigen werden unabhängigvon andern Gewerben betrieben.“