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■des Maschinengarns * *) und die Verbesserung des Webstuhls durchAnbringen der Schnellschütze brachten eine Umwälzung hervor,indem man in der Schweiz im Anfang des XIX. Jahrhunderts(und in England entsprechend früher) anfing, bei ungefähr gleichemGewicht viel mehr, und dafür feinere Fäden anzuwenden, wodurchman solidere, schönere und sich feiner anfühlende Gewebe erzielte.Wie rasch dies vor sich ging, konnte der Verf. des Nähern nichtverfolgen, da in den ihm zur Verfügung gestellten Geschäftsbüchernder frühem Handelsfirma Luchsinger & Streiffv on 1808-1810 dieGarn-Nummern und Fadenzahl der verwendeten Tücher nicht ge-nannt sind; einzig bei den „Cambrics“ kann man als sicher an-nehmen, dass sie mindestens 20/22fädig waren. Aus den Jahres-rechnungen der Firma Barth. Jenny & Cie. geht hingegen hervor,dass jene Aenderung um 1820 schon abgeschlossen war und dassvon dieser Zeit an bei den gewöhnlichen glatten Baumwolltüchern19 Fäden in Zettel und Eintrag die allgemeine Regel bildeten unddie Zettel-Nummern sich zwischen 38 und 44, die Schuss-Nummernzwischen 38 und 52 sich bewegten.
Wir lassen nun, um die Handweberei in verschiedenen Etappenzu markieren, einige Auszüge folgen; aus denselben ist ersicht-lich, dass, wenn einerseits die glarnerische Handweberei einenschönen Teil ihrer Produktion exportierte, auf der andern Seitedie Druckerei Bezüge von auswärts in Mousselines und andernSorten machte, die hier nicht oder unter weniger günstigen Be-dingungen hergestellt wurden.
woben, was 9—12 Fäden auf V* franz. Zoll ergibt. (1 „Portee“, zu deutsch„Gang“, in der Schweiz häufig auch „Trage“ genannt, bedeutet nämlich eineAbteilung von 40 Zettelfäden; SO Portees 3/4 bezeichnet demnach ein Ge-webe von 40X30 oder 1200 Zettelfäden auf 3 /„ aune oder rund 33 franz. ZollBreite, entsprechend 9 Fäden auf '/ 4 franz. Zoll).
Für die sog. feinen Indiennes waren freilich schon damals dichtereund feinfädigere Gewebe indischen und schweizerischen Ursprungs im Ge-brauch (s. S. 196 T. II), nicht zu sprechen von den Mousselines, welchenach A. Bürkli in Zürich bis 32 Fäden im Zettel und 28 im Schuss auf y t Zollenthielten, in Garn-Nummern 90—150 altschweiz.
*) Ein Schneller Handgespinnst kam ehemals (nach S. 91 T.I u. S. 175u. 181 T. II) in grobem und mittlern Nummern auf 6—7 Kr. zu stehen;1 Schneller Maschinengarn kostete dagegen, wie weiter unten ersicht-lich, 1821/22 nur noch den dritten bis vierten Teil davon.