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zürcherischer Handelshäuser schon 1848 ihren Anfang genommen,als bedeutend lohnender als die Baumwoll-Buntweberei erwiesen,und noch heute bildet sie für die weibliche Bevölkerung von Mühle-horn, Obstalden und Filzbach einen geschätzten Nebenverdienst.
Ein zweiter Versuch zur Einführung der Buntweberei geschahim Sernfthal. Dort hatte sich, wie wir oben schon berichtet, dieKrisis ganz besonders stark geäussert, weshalb einige gemeinnützigeMänner 1848/49 die Bildung einer Aktiengesellschaft zur Gründungeiner Handweberei-Fabrik für Buntgewebe in Engi unter-nahmen. Die Initianten und Mitglieder des ersten Verwaltungs-rates waren:
Ratsherr Peter Jenny, älter, in Schwanden 1 );
Pfarrer J. Marty in Ennenda;
Ratsherr Joh. Christoph Tschudy in Glarus;
Pfarrer J. C. Zwicky in Mollis;
Fabrikant Heinrich Studer in Glarus;
Verwalter Adam Blumer in Engi;
Fabrikant Heinrich Staub-Heer, „zur Linde“, in Glarus.
Letzterer, geb. 1810, Bruder von Bleichereibesitzer M. Staubin Riedern, hatte früher ein gewöhnliches Handweberei-Geschäft(Zettlerei und Tragerei) betrieben % ) und war dann auch dazu über-gegangen, Garne färben zu lassen und zu Buntgeweben zu ver-arbeiten, die er durch Vermittlung der Firma Joh s . Heer nachdem Orient verkaufte. Er übernahm nun den pachtweisen Betriebdes neuen Etablissements in Engi, starb aber schon 1851, und dadie Aussichten für das Gedeihen dieses Geschäftes sich offenbarungünstig gestaltet hatten, wurde es liquidiert, worauf die Reali-täten von den Herren Ratsherr Hilarius Jenny von Schwanden,Handelsmann Caspar Jenny zum Soolerbogen in Glarus, und Rats-
') Demselben war es schon früher sehr daran gelegen gewesen, demin verschiedenen Beziehungen zurückgebliebenen „Kleinthal“ aufzuhelfen. Alsdas Land das Schieferbergwerk in Engi auf Anregung von Pfarrer Heer in Matt,zur Abwehr verschiedener Uebelstände, auf den 1. Januar 1834 an sich zog,liess er sich für eine Anzahl von Jahren zum Direktor des Unternehmens wählen.
2 ) Aus dieser, dem Verf. nachträglich zugekommenen Mitteilung gehthervor, dass die S. 236 ausgesprochene Vermutung, in Glarus habe ausserden „Gebrüder Kundert“ keine Handwebereifirma bestanden, jedenfalls nurfür die ersten 2 oder 3 Decennien des XIX. Jahrhunderts zutrifft.