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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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and Seidendruckfabrikanten Heinrich Studer in Wipkingen, leistete-seinem Prinzipal, besonders bei der Einführung der verschiedenen-Zweige des Türkenkappen-Artikels, mit welchen sich die Fabrikspäter fast ausschliesslich befasste, treffliche Dienste, so dassjener ihm von 1842 an eine Beteiligung am Geschäfte einräumte..In dieser Stellung blieb Herr Studer bis 1860, zu welcher Zeit dasGeschäft schon an die Söhne, die Herren Ratsherr Jost Brunner(geb. 1814) und Fabrikant Heinrich Brunner (1830—1868) über-gegangen war. 1 )

Eine weitere Gründung erfolgte 1817 in Glarus durch GabrielTrümpy (S. 189 T. II), nachdem derselbe schon um 1810 aus derFirma Egidius Trümpy & Cie. ausgetreten war und Handel in-weissen und gedruckten Tüchern getrieben hatte. In jenem Jahre-verkaufte ihm nämlich Richter Joh. Chr. Tschudy einen Teil des.S. 184 T.II erwähnten Areals zum Bau einer Druckfabrik; 1828/24erwarb er den Rest desselben, wobei die darauf stehende Mühle-zum Abbruch kam. Auch so noch blieb dieses Etablissement seinerLage nach in der Entwicklung gehemmt; vorübergehend nahm ernoch die untere leer stehende Tschudy’sche Fabrik ins Lehen. Herr-Gabriel Trümpy und seine Söhne fabrizierten anfänglich dieselben.Artikel wie Egidius Trümpy, besonders befasste er sich auch mit-Färberei und Aetzerei von Türkischrot; im Jahr 1828 fing er in-dessen an, gewöhnliche Krapprote nach Art und mit den Druck-modellen der „einfachen Merinos“ (S. 190) zu erstellen (in-dem er nach dem S. 189 und 217 erwähnten, damals schon längere-Zeit bekannten einfachen Aetzverfahren die Baumwolltücherohne Oelbeize mit Thonerdemordant tränkte, weisse Muster daraus,ätzte, und nach dem Krapprotfärben noch „Tafelschwarz“einpasste). Dieser billige Abklatsch des ächten Merinos-Artikels,wurde in der Folge in den Fabriken von Ennenda und Netstalals „Uso Merinos“ (später unter Verwendung einer möglichst bil-

‘) Einige Zeit nach dem Tode des Letztgenannten ging das Geschäftin den alleinigen Besitz des Herrn Jost Brunner — späterer Firmenname::„J. de H. Brunner“ — über, während in der Farbküche vorerst fremde Che-miker (die HH. Kunz, Haggenmacher, Dr. Kielmeyer und Kündig) amteten;,dann lag die Fabrikation lange Jahre in den Händen des ältesten Sohnes,des Besitzers, Herrn Oberstlieut. Jakob Brunner- Jenny und ist nun in die-jenigen von Herrn Hauptmann Fritz Brunner-Trümpy übergegangen.

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