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wohnliche krapprote oder krappbraune „Fazzoletti uso tela condoppio stampo lucido“. Alle diese Erzeugnisse fanden ihren Absatz:zum kleinern Teil in der Schweiz, zum grossem Teil in Italien.Am 1. Januar 1855 änderte sich die Firma in Tschudi & Cie. undals Joh. Heinrich, geh. 1810 als ältester Sohn Joh. Caspar’s, schon1858 starb, wurde der jüngere Sohn, Oberst Joachim Tschudi(1822—1893) alleiniger Inhaber des Geschäftes. Derselbe hatte ander Kantonsschule in Aarau und an der Universität in Giesseneine treffliche Ausbildung genossen und wusste in der Folge durchVerbesserung der technischen Einrichtungen und gründliches Ver-folgen des immer noch sehr umständlichen und wenig aufgeklärtenTürkischrot-Prozesses seinem Hauptprodukt, den Uni-rotenTüchern, einen vorzüglichen Ruf zu verschaffen. Indem die Firma,darin mit Bestellungen für eigene Rechnung und ä facon für Zwischen-händler überhäuft war, gab sie daneben von 1852—1862 die Druck-artikel auf; in letzterm Jahre machte Herr J. Tschudi sich jedochdaran, auch letztere wieder in Flor zu bringen, und nahm als amBetrieb beteiligten Associe Herrn Jacques Speich (nachmals Speich-Schönenberger) von Luchsingen ins Geschäft auf, welcher nunbis zu seinem Ausscheiden (1868) das Komponieren der Musterund die Reisen zu besorgen hatte. 1 )
0 Indem wir auf die fernere Entwicklung dieser Fabrik nochmals zurück -kommen, fügen wir an dieser Stelle nur noch bei, dass sie seit dem Tode desHerrn Joachim Tschudi von dessen Söhnen, den Herren Major P. Tschudi-Freuler(schon seit 1879 beteiligt!, Hauptmann A. Tschudi-Jenny und F. Tschudi-Bavenelfortbetrieben wird. Den beiden erstgenannten Brüdern hatte sich schon 1888/89die Gelegenheit geboten, in ein blühendes ausländisches Geschäft, nämlichin die schon S. 339 Anmerk. 2 erwähnte Baumwollspinnerei und -Weberei„Gioachino Zopfi“ in Ranica einzutreten. Hierüber und über die verwandt-schaftlichen Beziehungen der Familien Tschudi, Zopfi und Luchsinger mögefolgendes orientieren: Herr Joachim Zopfi, der Stifter jenes Etablissements, warder Sohn von Pfister Samuel Zopfi und Anna Maria Tschudi, Schwester von Fabri-kant Joh. Caspar Tschudi „in der Herren“; somit waren die Herren JoachimZopfi und Oberst Tschudi Geschwisterkindvettern. Nun war eine Schwester desLetztgenannten mit einem Jost Luchsinger, Metzger in Schwanden, verehelicht,und deren Sohn, Herr Jean Luchsinger, geb. 1849, bekleidete von 1869bis Frühling 1871 eine Stelle als Reisender bei der Firma „Tschudi & Cie.“,siedelte dann aber zu Herrn Zopfi nach Ranica über und schwang sich dortals begabter junger Mann in sehr kurzer Zeit zum Bureauchef und Ver-