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Verfahrens mittelst Krapp unter 5—6 Wochen herabzumindern unddass eigentlich 7-10 Wochen stetsfort als allgemeine Regel galten,während das heutige, unter Anwendung des künstlichen Alizarins.und des Türkischrotöls, nötigenfalls kaum noch ebensoviele Tageerfordert.
In den 1830er Jahren tratVaterLeuziuger aus und, indem sichdie Firma in „Leuzinger & Cie.“ änderte, nahm sein Sohn folgendeAssocies auf: G. Zwicky, Caspar Kubli und den nachmaligenGemeindspräsidenten Caspar Weber (1810—1886), ein Bruder-sohn des S. 316 erwähnten russischen Grossindustriellen MichaelWeber. Die neue Firma betrieb neben der Färberei auch Aetzdruck,.bis sie sich 1841 auf löste. Herr Caspar Weber bewog nun seinenBruder, den heute noch in Aarburg lebenden Herrn Felix Weber-Kubli (geb. 1818), von Zarewa, wo er während 7 Jahren Koloristin der Fabrik seines Onkels gewesen war, heimzukehren und mit ihmdie Fabrik Leuzinger anzukaufen. Von da an hiess die Firma FelixWeber und blieb so, als auch der dritte Bruder, Herr Joh. JakobWeber-Rott(1812—1891), Zarewa verliess und sich dem Geschäfteanschloss. 1 ) Felix Weber verbesserte und vergrösserte die Fabrik-einrichtungen und erstellte, anstatt sich auf den unlohnend ge-wordenen Fagondruck zu beschränken, seine Produkte auf eigeneRechnung, bereiste von 1843—1855 jährlich 2—3 Mal das Piemontund Mittelitalien, legte Consignationslager in Livorno und Anconaan und dehnte daneben seine Verkäufe auch auf die ExporthäfenAmsterdam und Hamburg aus. Neben den türkischroten Sack-tüchern, Indiennes und sehr grossen illuminierten ächten Merinos-Palmen chäles, welch’ letztere sich via Triest in der Türkei undin Persien verkauften, nahm die Fabrik um die Mitte der 1840erJahre auch den Yasmas-Artikel auf, und zwar anfänglich via Triestund Wien für den Verschleiss in Bosnien und Serbien. Späterknüpfte die Firma aber auch direkte Verbindungen mit Smyrna,
b 1880 übernahm dann Herr Caspar Weber und in der Folge seineVeriassenschaft, als Firma Weber & Cie., die Fabrik, während Herr FelixWeber unter der Firma „F. Weber-Kubli“, später „F. Weber & Söhne“in Aarburg eine Spinnerei und Weberei ankaufte und reorganisierte. HerrFelix Weber-Gut, einziger Sohn von Herrn Weber-Rott, wandte sich frühnach dem Ausland und hat seitdem in Fabriken Mülhausens und in Italiea.als Kolorist und Chemiker angesehene Stellungen bekleidet.