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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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395
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Staaten mit Ausnahme von Oesterreich, Bremen, Hamburg,..Lübeck und Mecklenburg beitraten. Die Thatsache, dass die Zahlder nichtglarnerischen Druckereien in der Schweiz sich vonden 1840er Jahren an unaufhaltsam verminderte, so dass um1870 deren nur noch wenige, z. T. allerdings bedeutende Etab-lissemente, existierten, während die glarnerischen Geschäftegerade in den 1850er und 1860er Jahren ihre grössteProsperität erreichten, ist so bemerkenswert, dass wir denUrsachen dieser Erscheinung etwas tiefer nachgehen wollen. Sielagen in folgenden, die glarnerische Druckindustrie rettendenVerhältnissen:

1. Durch die mehrerwähnte Vereinigung von Handels-firmen, die gute, weitverzweigte Verbindungen hatten, mitFabrikationsbetrieben entstanden eine Anzahl sehr leistungs-fähiger Geschäfte, welche die Krisis gut zu überdauern und zuüberwinden vermochten. Die 8 kleinen Glarner ’sehen Etablisse-mente in Glarus (S. 302), welche einen solchen Zusammenschlussversäumten, fielen derselben allerdings zum Opfer; aus ähnlichenGründen kam auch das alte, wohlakkreditierte Haus FriedrichStreiff & Cie. (S. 185 u. 367) in Mollis 1837 zum Entschluss, inLiquidation zu treten. Als Hauptmann Joh. Streiff (1793—1863,.Sohn zweiter Ehe des Stifters und Nachfolger desselben) sah,wie ihm seine besten Kunden, verschiedene Handelshäuser inEnnenda, Glarus und Schwanden, infolge Errichtung oder Ueber-nahme eigener Betriebe, verloren gingen, zog er entmutigt undenttäuscht die Hand vom Pfluge zurück. *) — Später stellten

') 1845 nahmen die Koloristen Daniel, Ferdinand und Emil Gerig, undZeichner Jakob Gerig unter der Firma „Gebr. Gerig“ und mit Unter-stützung ihres S. 300 erwähnten Vaters Johann Michael die Fabrik in Pacht(Daniel, der älteste, war schon von 1832 an in interessierter Stellung alsKolorist zur Einführung neuerer Artikel in derselben thätig gewesen); schonim Laufe der 1850er Jahre fand dieses Verhältnis jedoch ein Ende, indemdrei der Brüder eine Fabrik in Näfels (S. 361) erwarben und als Firma„Gerig & Cie.“ betrieben. 1868 entschloss sich Hauptm. Friedr. Schindler(8. 240) das ehemals Streiffsche Etablissement anzukaufen und zum Wohleder Gemeinde Mollis zu betreiben; die daraus nun hervorgehenden Erzeug-nisse, für welche ihm die Fabrikationsverfahren der Druckerei Jenny undSchindler in Hard (S. 320) zu Gebote standen, erlangten in einigen Spezia-