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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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(Firma „Fischer & Eimer“), welcher später das Etablissement alleinübernahm und es seither, unter Aufgabe der Spinnerei, als re-nommierte Weberei von „Faconnes“ betreibt.

<* 2. Das Arbeitervölklein von Glarus erwies sich speziell im

Handdruck als anstellig und flink und hatte, wie schon weiteroben bemerkt, mehr Beharrlichkeit und Vorliebe hiefür als dieBewohner verschiedener anderer Kantone, in welchen die Not-wendigkeit oder bessere Gelegenheit zu landwirtschaftlichenBeschäftigungen den regelmässigen Fabrikbetrieb oft störten, oderwo z. T. noch höher stehende Industrieen die Arbeitskräfte an-zogen. Als mit dem Anwachsen der Fabriken die Arbeitsgelegen-heit das Angebot überstieg, fand aus den benachbarten Kantonen,eine nicht unbedeutende Einwanderung meist ärmerer Familienstatt; diese Zugewanderten fanden zumeist Beschäftigung in denSpinnereien und Webereien, welche in der Nähe von Druckerei-zentren schon in den 1850er Jahren sich über Arbeitermangel be-klagten 1 ), dann bei den Hilfsarbeiten („Handlangerei“) der* Druckereien und Färbereien, während bei den eigentlichen Druckern

und bei den Stechern das einheimische Element auch fernerhin beiweitem überwog. Ein günstiges Moment für die Leistungs- undKonkurrenzfähigkeit der glarnerischen Druckerei lag im weiternin der starken Beteiligung des weiblichen Geschlechts 2 ),.

') Die „Glarner Zeitung“ vom 16. Februar 1856 meldet: Der flotteGang der Druckereien bedrohe die Spinnereien (und Webereien) mit demVerlust der Arbeiter und nötige zum Bau von „Kosthäusern“ (eigenen Arbeiter-wohnungen) und zur Heranziehung von Arbeiterfamilien aus den benach-barten Kantonen; auch habe die Spinnerei und Weberei in Haslen denAnfang gemacht, die (im Verhältnis zur Druckerei noch immer sehr lange)-Arbeitszeit von 13‘/ 2 Stunden auf 12 ‘/ 2 herabzusetzen und zwar ohne Re-duktion des bisher erreichten täglichen Verdienstes : in anderen Kantonensei man noch nicht so weit, doch spreche man von einem bezüglichen, Konkordat.

4 2 ) Gemachte Nachforschungen haben ergeben, dass die Angabe auf

S. 32 des „Fabrikinspektionsberichts“ von 1865 — „noch vor 20 Jahren seienAngehörige des weiblichen Geschlechts in den Drucksälen eine seltene Er-scheinung gewesen“ — wenigstens für das Mittelland durchaus irrtümlichist; eine ganze Anzahl älterer Leute, welche vom Ende der 1820er bis indie 1840er Jahre hinein Streicher und Drucker bezw. Druckerinnen gewesenwaren, versicherten dem Verf., dass um jene Zeit das weibliche Geschlecht