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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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so lang, schwere, grobfädige Stoffe, in Blau-, Rot- und Weissboden rals begleitende Farben grün und schwarz und besonders gelb oderwirkliche Goldfäden aufweisend, gewöhnlich paarweise zusammen-gelegt und per Paar oder per Dutzend verkauft. Die Dessinszeigen feine Längs- und breite Querstreifen und einen Abschlussvon losen Webfransen; nach der Zahl der so an den Enden sicht-baren, kleinen weissen Streifen oder Kalem bezeichnet man auchdie Grössen, so dass z. B. 24 Kalem einer Grösse von 76 X 114 cm,45 Kalem einer solchen von 105 X 183 cm entspricht. 4. Futahsoder Schürzen, von Krämern und Handwerksleuten getragen, inden Grössen und derAusstattung den Pestimals ähnlich und eben-falls abgepasst gewoben, Farbenassortiment: 30% Blauboden, 70%mit je vorherrschendem orange, hochgelb, violett, grün bezw. kaffee-braun. 5. Echarpes oder Leibbinden, im Orient zum Warm-halten der Magengegend und zum Schmucke sehr viel und zwarstets über den Kleidern getragen, in Grössen von 13 X 70 bis28 X HO Inches gewoben, also 4—5 mal so lang als breit, an denEnden 3—5 Inches Webfransen, in bunten, meistens unächten oderhalbächten Farben, besonders mit viel Gelb oder ächtem oderimitiertem Gold; man unterscheidet je nach Dessins und QualitätenEcharpes Süsmes, Echarpes Magnesia und Echarpes tarabulos; dieSchweiz liefert vorwiegend einfache, baumwollene Serge-Gewebe,während andere europäische Länder schöne seidene und halbseideneJacquardstoffe, sowie auch wollene mit und ohne Stickereien er-zeugen. 6. Mouchoirs Barocs, rot und weiss karrierte, solide undhalbsolide Sacktücher, mit oder ohne leichtem Jaconet-Appret, inden Grössen von 26/24, 24/22 und 22/20 französischen Zoll, undMouchoirs Moslem, vielfarbige, kleinkarrierte mit steifem Hochglanzin 24, 26 und 28 französischen Zoll im Quadrat.

In den letztverflossenen zwei Dezennien ist der Yerschleissvon Schweizer Buntgeweben in den türkischen Ländern durch diedortige einheimische und die englische Konkurrenz leider aufein sehr bescheidenes Mass gesunken; dagegen hat für die Be-dürfnisse der erstem die Einfuhr von weissen und bunten Garnenaus Westeuropa erheblich zugenommen.