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nachherige Oxydation solid und satt holzbraun zu färben; zurNuancierung in verschiedene gelbbraune Töne setzt man Auszügeder Curcuma-Wurzel hinzu. War schon das Soga-Braun alsRepräsentant der wenig zahlreichen Klasse der natürlichen „selbst-färbenden“ Farbstoffe dem europäischen Färber und Chemiker bis.in die neuere Zeit nicht bekannt, so bietet die auf Java gebräuch-liche Erzeugung der roten Farbe noch mehr theoretisches Interesse..Dieselbe geschieht nämlich in der Weise, dass das mit Wachsbemalte Tuch bezw. die freigebliebenen Stellen während 7-8 Tagenmindestens einmal täglich mit einem Farbteig sanft mittelst derflachen Hand eingerieben werden. Dieser Farbteig besteht ledig-lich aus 3 Teilen Kudu oder Mengkudu (Wurzelrinde des Patje-Baumes, Morinda citrifolia L.) und aus 1 Teil Djirack (gerbstoff-haltige Rinde von Symplocos fasciculata). Während man also inder ganzen übrigen Welt seit ältesten Zeiten für die Fixation derkrappähnlichen Farbstoffe der Mitwirkung der Thonerdesalze oderanaloger Verbindungen nicht entbehren konnte, ist dies für dasMengkudu-Rot nicht nötig; wohl aber sind die damit zu erzielenden,,vom hellen Zwiebelrot bis zum dunkeln Braunrot varierendenNuancen nur dann ächt, wenn der Kattun die weiter oben ge-nannte Oelpräparation erhalten hat. 1 ) Nach vollzogener Färbereiwird der Stoff kalt gewaschen und darauf in kochendes Wasser,oft mit etwas Aschenlauge versetzt, gebracht, wobei das Wachsausschmilzt und an der Oberfläche zur Wiederbenutzung abge-schöpft werden kann. Damit ist die Herstellung eines einfachemBatticktuches, weisse Figuren im einfarbigen Grunde oder einfarbigeZeichnung im weissen Grunde, beendigt; es ist dabei nur noch zubemerken, dass die der Rotfärberei vorausgehende Oelbehandlungdem Weiss einen entschiedenen und bleibenden Creme-Ton ver-leiht, welcher oftmals durch Tränken des Stoffes in Curcuma oderirgend einer andern hellgelben Farbbrühe noch verstärkt wird. Ist
') Uebrigens macht Herr Jos. Depierre in einer im Bull. Soc. Ind. deMulhouse (Mai 1894) erschienenen kurzen Abhandlung darauf aufmerksam,,dass Kudu im Gegensatz zum Krapp mit Thonerde gelbe und mit Kalkrote Verbindungen eingeht und dass eine etwelche Mitwirkung des imWasser überall vorhandenen Kalkes bei der Fixation des javanischen Rots,doch vielleicht stattfindet.