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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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jedoch in dem betreffenden Muster eine zweite Farbe vorgesehen,so muss das ganze Verfahren wiederholt werden, wobei man esdann, wie schon S. 39 T. I bemerkt, zugleich in der Hand hat, durchteilweises Bedecken und teilweises Offenlassen der in der erstenOperation erzeugten Farbe Doppeltöne und gemischte Nuancen zuerzielen; besonders beliebt sind in dieser Beziehung ein sehr sattesund achtes Violetbraun bis Violetschwarz (entstanden durch einAufeinanderfallen von Blau und Rot) und ein Schwarzbraun bis Rein-schwarz (Indigoblau + Sogabraun); daneben fehlen auch Doppelrot,Doppelblau, Olivgrün (Hellindigoblau + Curcuma) nicht; durchNach-behandeln von Soga-Braun mit Eisenvitriol erhält man ebenfallsein Braunschwarz, welches aber, ebenso wie die Curcuma-haltigenFarben, im Gegensatz zu allen übrigen, in der Aechtheit zu wünschenübrig lässt. Ist die zweite auf dem Stoff zu fixierende Farbe imMuster wenig vertreten, so kann mau sich die Mühe, die ganzeWachsmalerei zu wiederholen, ersparen, wenn man das Tuch nachdem ersten Färben und behutsamen Spühlen nicht aussiedet, sondernwieder am Rahmen aufhängt und den Wachskitt mit einem stumpfenMesser an denjenigen Stellen abschabt, welche im zweiten Färbe-bad blossliegen sollen; gleichzeitig kann man, zum Schutz vorletzterm, einen Teil der im ersten Bad gefärbten Flächen mitneuen Wachsfiguren bedecken und dann sogleich zur zweiten Färbe-Operation schreiten; die beschriebene, nicht unwesentliche Ver-einfachung hat anscheinend erst im XIX. Jahrhundert grössereBedeutung und Verbreitung gefunden.

Im allgemeinen herrschen bei den Kleidungsstücken für dengewöhnlichen Gebrauch die schwarzen (bezw. dunkelbraunen)und die holzbraunen Töne vor; namentlich für letztere hat derMalaie und speziell der Javaner eine giosse Vorliebe, währendbei ihm unverhülltes Hellblau und Rot nur diskret zur Verwen-dung kommt. In manchen Gegenden sind jedoch auch die grellrotbödigen Tücher, namentlich beim weiblichen Geschlecht, starkin Gebrauch, und bei den weissbödigen. quasi sonntäglichenKleidungsstücken trifft man sehr oft die leicht gehaltene Zeich-nung vorherrschend in Rot und Hellblau angeführt. Die Musterweisen teils einfache geometrische Formen und Ornamente, teilsphantastische Tier- und Pflanzenbilder (mit nder ohne symbolische

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