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material dadurch an den feinen verästelten Bruchstellen einigenZutritt erhält. An dieser Marmorierung fanden die Javaner schonvor langer Zeit einen solchen Gefallen, dass es Regel wurde, siekünstlich zu verstärken, indem man die Stücke nach der Wachs-bemalung in lauem Wasser zerknitterte oder auf ein Brett odereinen Pflock wiederholt aufschlug. Die „Wachsadern“ und der„Fluss “ geben den Battick-Arbeiten erst das ächte „Cachet“ underhöhen deren Reiz auch in den Augen des Europäers. Warendie „gebattickten“ Kleider früher mehr nur den mittlern und hohemStänden Vorbehalten, so sind sie oder vielmehr die billigeneurop äi s ch en Nach ah mun gen nun au chdemniedern Volkeschon längst zugänglich geworden und zu allgemeinerVerbreitung gelangt. Das unentbehrlichste unter diesen Klei-dungsstücken ist, wie schon oben bemerkt, der Schurz, in seinerverbreitesten Form „Sarong“ 1 ) genannt, zu dessen Charakteristikwir noch folgendes beizufügen haben: Die Kapala (Mittelpartie)weist bei den gebattickten (bezw. gedruckten) Sarongs stetsein und dasselbe Zickzackmotiv auf, so sehr auch der ganzeübrige Teil, oder das „Feld“, wie der Holländer sagt, in derZeichnung je nach der Gegend und dem persönlichen Geschmackewechseln mag. Es besteht jenes aus einer doppelten Reihe sehrspitzer, gegen einander gerichteter Dreiecke, deren Basis vom„Feld“ noch durch eine schmale Bordüre getrennt ist. Ursprüng-lich sass diese Kapala, wie der Name andeutet, am „Kopf“ oderEnde des Tuches oder vielmehr je zur Hälfte auf beide Endenverteilt. In der That werden in letzterer Weise gedruckte Schurzeauch heute noch nach gewissen Gegenden verlangt, heissen „Kain“{= Tuch, in diesem speziellen und daneben auch in allgemeinemSinne gebraucht) und sollen hauptsächlich von ältern Frauen ge-tragen werden; da sie jedoch ebenfalls zusammengenäht werden,ist der Unterschied schliesslich kaum zu beobachten. Bei denbuntgewobenen Sarongs wird die Kapala gewöhnlich dadurch
') Nach den Herren C. P. Rouffaer und Dr. H. H. Juynboll bedeutetdas Wort „Köcher“, „Scheide“, „Futteral“, wird eigentlich „Sarung“ ge-sprochen und sollte daher auch so geschrieben werden. — Nach Hottenrothwird der Schurz in Siam mit Pagne und in Birma mit Potzo bezeichnet;die wörtliche Uebersetzung dieser Ausdrücke ist jedoch nicht beigefügt.